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Ostprignitz-Ruppin Für die Ewigkeit gemacht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Für die Ewigkeit gemacht
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00:16 01.11.2016
Paula Kropius bringt das Kriegerdenkmal von Max Wiese wieder in Schuss. Quelle: FOTO: Peter Geisler
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Walsleben

Holz ist nicht so ihr Ding. „Stein ist ein schönes Material. Das ist für die Ewigkeit gemacht“, sagt Paula Kropius. Doch auch an steinernen Denkmälern nagt der Zahn der Zeit. Und so hat die Restauratorin genug zu tun, das Kriegerdenkmal aus dem Ersten Weltkrieg in Walsleben zu reinigen. Algen und Flechten haben der Statue vor der Kirche arg zugesetzt. Mit dem Werk haben die Walslebener einen Schatz, den es zu erhalten gilt. Der Bildhauer Max Wiese – 1846 in Danzig geboren, 1925 in Neuruppin gestorben und Ehrenbürger der Fontanestadt – hat das Denkmal erschaffen. Er hat auch Karl Friedrich Schinkel und Theodor Fontane gefertigt – und eben den verwundeten Soldaten in Walsleben.

Restauratorin mit Leib und Seele

„Das ist ein schönes Objekt“, sagt Paula Kropius. Umso erfreuter war sie, dass sie den Zuschlag bekam und sich gegen zwei andere Restauratoren durchsetzen konnte. Die 31-Jährige, die aus der Gegend rund um Wittstock stammt und dort auch lebt und arbeitet, hat in Erfurt Restaurierung studiert mit Schwerpunkt Stein. Ein Schülerpraktikum bei der Restauratorin Alexandra Stajkoski in Lentzke brachte Paula Kropius auf den Geschmack. Obwohl ihr die Wandrestauratorin von ihrem Berufswunsch abriet, weil es eine brotlose Kunst sei. Doch das hielt Paula Kropius nicht ab, ihren Traum in die Realität umzusetzen. Mittlerweile ist die Freiberuflerin in ganz Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern tätig. Unter anderem hat sie am ehemaligen Gutshaus Tornow Fenster und eine Eingangstür aufgearbeitet. In einem kleinen Ort in der Nähe des mecklenburgischen Teterow hat sie eine Wappenkartusche der Grabkapelle der Familie von Bas­sewitz konserviert, bei Kyritz vier Sandsteinfiguren.

Walslebener Denkmal zu neuem Glanz verhelfen

Nun reinigt sie das Walslebener Denkmal zunächst mit einem Dampfreiniger. Anschließend ergänzt sie Fehlstellen und setzt die Schrift wieder farblich ab. Zwei bis drei Wochen hat sie für die Restaurierung der Figur veranschlagt. „Sie ist nicht so stark beschädigt. Es gibt andere, für die brauche ich Monate“, sagt die Fachfrau. Meistens muss sie im Freien arbeiten so wie jetzt, dick eingemummelt mit Mütze und Winterjacke. Kleinere Objekte kann sie zu Hause in ihrer Werkstatt wieder herstellen. Zurzeit hat sie dort eine neogotische Groteske in Arbeit. Ihr Beruf ist abwechslungsreich – und das Ergebnis für die Ewigkeit.

Von Dagmar Simons

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