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Für ein Konzert zurück an der Dosse

Neustadt Für ein Konzert zurück an der Dosse

Wolf Amadeus Fröhling ist in Neustadt kein Unbekannter, schließlich war der 48-Jährige dort elf Jahre lang Pfarrer. Mit der von ihm ins Leben gerufene Kalebutz-Kulturreihe bereicherte er jahrelang das kulturelle Leben in und um Neustadt. Nun kehrte der singende Pfarrer mit einem Georg-Kreisler-Programm an seinen einstigen Wirkungsort zurück.

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Pfarrer Wolf Fröhling spielt und singt seit 20 Jahren Lieder von Georg Kreisler, die er nun erstmals in Olafs Werkstatt darbot.

Quelle: André Reichel

Neustadt. Wolf Amadeus Fröhling ist in Neustadt kein Unbekannter, denn gut elf Jahre lang betreute der heute 48-Jährige als Pfarrer die Kirchengemeinde in der Pferdestadt. Dort stand Wolf Fröhling jedoch nicht nur bei den Gottesdiensten auf der Kanzel, sondern rief mit der Kalebutz-Kulturreihe in der Kampehler Dorfkirche eine sehr beliebte und immer gut besuchte Veranstaltungsreihe ins Leben.

Diese fand zwar ein jähes Ende, als der Pfarrer vor zwei Jahren Neustadt verließ, um eine Pfarrstelle in Zepernick und Schönow nahe Bernau zu übernehmen, doch ganz aus den Augen hat der singende Pfarrer seine alte Wirkungsstätte an der Dosse nicht verloren.

Die Besucher amüsierten sich köstlich beim Konzert des singenden Pfarrers

Die Besucher amüsierten sich köstlich beim Konzert des singenden Pfarrers.

Quelle: André Reichel

Bereits im Sommer vorigen Jahres, nur wenige Monate nach seinem Weggang aus der Region, trat Pfarrer Fröhling im Rahmen der Wortspiele-Reihe in der Dorfkirche von Rehfeld auf und wurde dort vom Publikum für seine musikalischen Darbietungen gefeiert. Kurz darauf trat Wolf Amadeus Fröhling, der nicht ohne Grund auch der singende Pfarrer genannt wird, zum allerersten Mal in Neustadt in „Olafs Werkstatt“ auf. Dort gab er im ausverkauften Saal Lieder aus seinem Otto-Reuter-Programm zum Besten.

Begründer des schwarzen Humors im deutschsprachigen Kabarett

Nun, ein Jahr später, kam Fröhling erneut nach Neustadt, um in „Olafs Werkstatt“ die Gäste diesmal mit Liedern von Georg Kreisler (1922-2011) , gebürtiger Wiener und Begründer des schwarzen Humors im deutschsprachigen Kabarett, zu unterhalten. Gut zwei Dutzend Gäste hatten es sich im Saal gemütlich gemacht, um den Pfarrer zu erleben, wie er virtuos am Klavier Kreislers Klassiker, die nur so von schwarzem Humor strotzten, zum Besten gab. Spätestens nach ein bis zwei Liedern war auch dem letzten Konzertbesucher klar, wieso Georg Kreisler seine inhaltlich zeitlos scheinende Liederreihe nicht Evergreens, sondern Everblacks nannte.

Nach vier Liedern versprach Pfarrer Fröhling dem Publikum, dass nun der Zenit in Sachen schwarzen Humors überschritten sei, jedoch nicht, was die Kitschigkeit betrifft und er hielt mit dann dargebotenen Liedern wie die „Telefonbuchpolka“ Wort.

Der Pfarrer ist bekennender Fußballfan

Eine kleine Pause nutzte der singende Pfarrer als bekennender Fußballfan, um sich rasch nach den aktuellsten Ergebnissen in der Bundesliga zu erkundigen. Humorvoll und nicht minder schräg ging es auch in der zweiten Konzerthälfte zu. Wolf Amadeus Fröhling berichtete zwischen den Liedern aus dem Leben und Wirken seines musikalischen Vorbildes.

Zudem erfuhren die Gäste, dass Wolf Amadeus Fröhling vor 20 Jahren erstmals öffentlich vor zahlendem Publikum in seiner Heimatstadt Potsdam auf der Bühne stand – mit Liedern von Georg Kreisler. „Damals war ich gerade mit meinem Theologiestudium fertig“, berichtete Wolf Amadeus Fröhling, der nächstes Jahr wieder nach Neustadt für ein Konzert kommen will.

Von André Reichel

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