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Ostprignitz-Ruppin Fürs Storchenei kam jede Hilfe zu spät
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fürs Storchenei kam jede Hilfe zu spät
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17:26 01.08.2017
Das unversehrte Ei konnte nicht ausgebrütet werden. Quelle: Privat
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Wernikow/Struck

Wie Aufnahmen einer Webcam nahe legen, hatte die Storchenmutter in Wernikow im April zwei ihrer eigenen Eier aus dem Nest geworfen. Anwohnerin Christina Tißen hatte die beiden Eier, wovon eines bereits zerbrochen war, auf der Wiese unter dem Nest gefunden und das unversehrte von der Wildtierauffangstation Struck bei Meyenburg abholen lassen.

Das Ei sollte künstlich ausgebrütet werden. „Es kommt darauf an, ob das Ei befruchtet ist“, sagte Angie Löblich, Mitarbeiterin der Wildtierauffangstation, noch im April. Die Station hat Erfahrung mit künstlichem Ausbrüten. „Bereits im vergangenen Jahr hatten wir vier Meiseneier ausbrüten lassen“, blickte sie zurück. Aus drei der vier Eier seien dann tatsächlich kleine Meisen geschlüpft.

Im Falle des Wernikower Eis hatte die Methode aber nichts gebracht. „Das Ei war nicht befruchtet“, berichtet Angie Löblich nun. Das hätte man nach dem Durchleuchten festgestellt. Und so gab es für die beherzte Rettungsaktion von Christina Tißen letztlich kein Happy End.

Die Webcam zeigt, dass die Storchenmutter ihre eigenen Eier aus dem Nest geworfen hatte. Quelle: privat

Allerdings auch nicht für einige andere Wildvögel, die die Wildtierauffangstation in den vergangenen Tagen aufgenommen hat, wie Angie Löblich berichtet. „Zu uns sind viele Turmfalken und Mauersegler gekommen“, sagt sie. Entweder Jungtiere, die als Schwächere von ihren Geschwistern aus dem Nest geworfen worden seien oder halb verhungerte ausgewachsene Tiere. „Das Regenwetter hat einen Großteil der Nahrung buchstäblich ersaufen lassen“, erklärt Angie Löblich. Mäusebussarde seien nach nur einer Nacht Aufenthalt und medikamentöser Aufpäppelversuche in Struck verstorben.

„Es ist fatal, wenn wir weiterhin Insekten mit Schädlingsbekämpfungsmitteln vernichten“, warnt Angie Löblich. Das bringe die gesamte Nahrungskette aus dem Gleichgewicht und führe zusätzlich bei Unwettern wie diesem zu einem Massensterben. Die Zahl der in der Station aufgenommenen Tiere sei mittlerweile auf 200 angestiegen – hauptsächlich seien es Vögel. „Unsere Kapazitätsgrenzen sind aber zum Glück noch nicht erreicht“, informiert Angie Löblich.

Von Christian Bark

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