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Fundsachen werden versteigert

Wittstock Fundsachen werden versteigert

Erstmals versteigert die Stadt Wittstock Fundsachen. Auf der Gewerbeschau am 3. September geht es dabei vor allem um viele Fahrräder, aber auch Schmuck und vieles mehr. Die Anfangsgebote für die Gegenstände liegen zwischen zehn Cent und fünf Euro.

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Peggy Samusch vom Bürgerbüro mit kleineren Angebotsstücken, zum Beispiel Uhren und Schmuck.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Wie wär’s mit einer feschen Uhr – oder doch lieber ein Fahrrad? Ein Kinderwagen und diverser Schmuck wäre auch noch im Angebot. Und das ist längst nicht alles, was auf der Wittstocker Gewerbeschau am Sonntag, 3. September, unter den Hammer kommt. Erstmals lädt die Stadt dort zu einer Versteigerung von diversen Fundsachen.

Wer mitbieten möchte, sollte sich spätestens um 13.15 Uhr an der Bühne einfinden. Denn dann geht es los. Besser ist es aber, sich schon etwas früher aufzumachen, denn bereits ab 10 Uhr können sich Interessenten einen Überblick über die zu vergebenen Gegenstände verschaffen. Nur auf Handys brauche niemand zu hoffen, denn die würden aus Datenschutzgründen nicht versteigert. Die Stadt hofft, möglichst viele Dinge unter die Leute zu bringen. „Es ist ein Versuch. Wer werden sehen, wie es ankommt“, sagt Peggy Samusch, die das Fundbüro im Bürgerbüro der Stadt in der Heiligegeiststraße betreut.

Zwischen zehn Cent und fünf Euro

Die Anfangsgebote lägen zwischen zehn Cent und fünf Euro. Im Mittelpunkt werden wohl die Fahrräder stehen. Rund 30 Stück warten auf neue Besitzer – ein Bestand, der sich in den vergangenen vier Jahren angesammelt hat. Die beiden Kellerräume im Städtischen Gymnasium, die als Lager dienen, sind gut gefüllt mit Zweirädern in unterschiedlichstem Zustand.

Die Fahrräder und all die anderen Dinge lagen irgendwo herum oder standen sehr lange herrenlos an einem Ort, so dass offensichtlich niemand mehr Interesse an ihnen hatte. Rund zehn bis 15 Stücke kämen auf diese Weise pro Jahr zusammen. „Wir müssen sie ein halbes Jahr lang aufbewahren“, sagt Peggy Samusch. Wenn der Finder bereits im Fundbüro sein Interesse an dem Gegenstand anmeldet und der Eigentümer sich in dieser Zeit nicht meldet, werde der Finder angeschrieben und könne die Sache dann bekommen.

Eigentum muss nachgewiesen werden

Meldet sich jedoch der Besitzer, so müsse er nachweisen, dass das betreffende Stück tatsächlich ihm gehört, etwa durch einen Kaufbeleg oder auch ein Foto, das ihn mit der Sache zeigt. Meist jedoch melde sich niemand. Vor allem, wenn es um Autoschlüssel oder Brillen geht. „Da kommt einfach keiner.“ Zu den kuriosesten Fundsachen zählten bislang ein Gebiss, das jemand auf dem Weihnachtsmarkt zurückließ oder auch ein Zahn-Inlay.

„Das wird natürlich nicht versteigert“, schmunzelt Peggy Samusch. Was Käufer von Fundsachen aber wissen sollten: Der rechtmäßige Eigentümer habe maximal zweieinhalb Jahre Anspruch auf sein Eigentum. Das heißt, wer zum Beispiel mit seinem ersteigerten Fahrrad unterwegs ist und auf den ursprünglichen Besitzer trifft, der das auch nachweisen kann, müsse sich mit diesem auf zivilrechtlichem Weg einigen, sagt Peggy Samusch. Auch die Stadt müsse den Wert einer Sache erstatten, wenn sie bereits versteigert wurde und sich der Besitzer in den zweieinhalb Jahren noch meldet.

Von Björn Wagener

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