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Fundsachenversteigerung brachte 321 Euro

Neuruppin Fundsachenversteigerung brachte 321 Euro

„Zum ersten, zum zweiten und zum dritten. Verkauft.“ Der Hammer fällt, der Preisschlachtsieger bezahlt und freut sich übers Schnäppchen. Oder ärgert sich, seine Schmerzgrenze überreizt zu haben. In jedem Jahr versteigert die Neuruppiner Stadtverwaltung Vergessenes, Verlorenes, nicht Abgeholtes aus dem Fundbüro. In diesem Jahr ging fast alles weg.

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Unter den Hammer kamen etliche Fahrräder.

Quelle: Regine Buddeke

Neuruppin. „Zum ersten, zum zweiten und zum dritten! Verkauft an den Herrn mit dem Hut.“ Auktionator Christian Prehm lässt den Hammer auf den Tisch sausen und der glückliche Bieter kann sich sein ersteigertes Schnäppchen abholen und die Stadtkasse ein wenig füttern. Auch in diesem Jahr lockte die Versteigerung des Fundbüros der Neuruppiner Stadtverwaltung eine Menge Leute auf den Schulplatz – im Angebot waren größtenteils Fahrräder, aber auch eine Laser-Wasserwagen, ein Laser-Indikator, eine Lötpistole, ein Rollstuhl und ein goldener Kettenanhänger mit Zirkonia-Stein. Gesteigert wird größtenteils in Ein-Euro-Schritten, manchmal schnellen die Gebote aber auch in Zehnerschritten nach oben.

Die Wasserwaage geht für schlappe zehn Euro über den Tisch. „Guter Preis“, murmelt ein Passant. Für die Lötpistole findet sich hingegen kein Interessent – obwohl das Mindestgebot nur acht Euro beträgt. Das Schmuckstück hingegen gefällt: von elf Euro Startgebot wird der Preis rasch in die Höhe getrieben. „Hör ich irgendwo 18?“, lockt Prehm. Er hört – und später sogar 20 – dann fällt der Hammer. „Für meine Frau“, sagt der stolze Neubesitzer Uwe Fehr. „Vielleicht auch für die Tochter.“ Er komme jedes Jahr zur Versteigerung, erzählt er. Und habe schon so manches Mal ein gutes Schnäppchen gemacht, zumeist Fahrräder. „Es ist toll, wenn man die Preisschlacht gewinnt.“

So geht es vielen: André Seifert ersteigert für Sohnemann Lars ein gut erhaltenes Mountainbike – für stolze 50 Mäuse. „Eigentlich war mein Höchstgebot 30 Euro“, bekennt der Papa, der sich das Rad vorher genau angeschaut hat. „Aber kauf mal so’n Fahrrad neu“, sagt er zufrieden mit dem Rad. „Na, wie oft musst du jetzt Rasen mähen?“, scherzt eine der Stadtverwaltungsmitarbeiterinnen an den Jungen gewandt.

Lars Seifert freut sich über sein neues Fahrrad

Lars Seifert freut sich über sein neues Fahrrad.

Quelle: Regine Buddeke

Das nächste Fahrrad soll nur sechs Euro kosten. Die Käuferin muss es wegtragen, es ist noch per Schloss gesichert Ein fahrbereites Damenrad geht hingegen für 125 Euro weg, hier bieten sich die Interessenten eine regelrechte Preisschlacht. Die Gewinnerin verschwindet erst einmal – „Geld holen“, erklärt sie. Nach einer halben Stunde ist alles vorbei. Einige wenige recht demolierte Fahrräder finden jetzt noch Käufer, die das Einstiegsgebot zahlen. „Das ist okay“, so Prehm. Auch das Ergebnis: 321 Euro fürs Stadtsäckel. Einzig übrig geblieben ist nur der Rollstuhl.

Von Regine Buddeke

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