Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Furiose Hengstparade in Neustadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Furiose Hengstparade in Neustadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:27 13.09.2015
Die Trickreiterinnen „Banditas“ kommen aus halb Deutschland und sind am dritten Paradewochenende erneut zu erleben. Quelle: Matthias Anke
Anzeige
Neustadt

So rasant wie beim ersten Wochenende dieser Neustädter Hengstparaden 2015 dürfte es noch nie zugegangen sein auf dem Paradeplatz. Und wenn, dann heizten die Pferde der Trickreiterinnen „Banditas“ dieses Mal ganz bestimmt noch schneller über den Rasen als alle anderen zuvor. Die Frauen, die aus dem halben Bundesgebiet stammen, aber ansässig bei der Comanchen-Ranch im mecklenburgischen Neu Poserin sind, saßen dabei auch noch in jeder Runde entweder rückwärts oder gleich kopfüber auf ihren Tieren.

Bei Kaiserwetter begannen am Sonnabend die diesjährigen Hengstparaden. Wer die Aufführung verpasst hat, bekommt noch an den beiden nächsten Wochenenden die Chance, die Landespferdezucht in Aktion zu erleben.

Die Reiterinnen zählen zu den Gästen der diesjährigen Hengstparaden. Sie lockern das Programm auf, ebenso wie am Sonnabend bereits zwei Polospielerteams oder wie am nächsten Wochenende, 19. September, die polnischen Stunt-Reiter „Apolinarski-Group“ sowie die Berliner berittene Polizei am dritten Wochenende, 26. September.

Die Hengstparaden sind ansonsten eine Show all dessen, was die Brandenburgische Landespferdezucht an Ergebnissen vorzuweisen hat. Regine Ebert, Geschäftsführerin der Stiftung Brandenburgisches Haupt- und Landgestüt Neustadt, eröffnete das Programm „mit den besten Pferden, die Neustadt“ zu bieten hat, vom Sattel aus. Landstallmeister Uwe Müller, der unlängst seinen Vorgänger Jürgen Müller beerbte und die Paraden leitete, sprach vom „Tafel­silber unserer Gestüte“. Er und Pferdezuchtverbandschef Horst von Langermann moderierten.

Neustädter Pferde beweisen „Applausfestigkeit“

Mehrfach fielen bei der Vorstellung der Tiere die Namen deutscher Reiter-Ikonen wie Ludger Beerbaum oder Isabell Werth im Zusammenhang mit Neustädter Pferden. Allesamt präsentierten sie sich der Fachsprache nach nicht nur in ihren jeweils „sehr guten Rahmen“, sondern bewiesen laut Müller auch noch exzellente „Applausfestigkeit“.

Nur bei den Nachwuchsreitern wurde darum gebeten, sich etwas zurückzuhalten: beim Auftritt der fast 40 Reitschüler der Neustädter Prinz-von-Homburg-Schule. Es waren nahezu alles Mädchen. Insgesamt gibt es derzeit für rund 120 Schüler in Neustadt Unterricht im Sattel. Das Projekt „Reiten in der Schule“ in Zusammenarbeit mit den Gestüten wurde nach einer Testphase vor nun genau zehn Jahren vom Landesbildungsministerium als Wahlpflichtfach genehmigt, wie die Paradegäste erfuhren. Einige Jahre später folgte eine Spezialklasse fürs Reiten.

Spezialklasse gilt in der Region als Wirtschaftsfaktor

Dieses bundesweit einmalige Projekt gilt in der Region mittlerweile als ein Wirtschaftsfaktor, wie auch an einem entsprechenden Infostand neben dem Paradeplatz erklärt wurde. Dort präsentierten sich zudem der Tourimusverband „Dosse-Seen-Land“, der Gestüte-Förderverein und viele mehr. Ein großer Markt lockt dort auch an den nächsten beiden Wochenenden Besucher. Sie kommen mitunter von weit her, wie die Autokennzeichen verraten.

Ganz besonders freute sich Uwe Müller über Gäste aus Norwegen. „Sie hatten bei uns mal ein Pferd gekauft.“ Nicht zu vergessen seien aber auch all jene, die für die Sicherheit auf dem Gelände mit den abertausenden Besuchern sorgen, darunter Polizei, Rettungsdienst und Neustadts Feuerwehr, die jedes Mal mit sechs Leuten dabei ist.

Von Matthias Anke

Schon wieder verschwinden in und um Neuruppin Katzen – meist in der Nacht. Die Tierfreunde sind in Sorge und fürchten, dass ein Felljäger sein Unwesen treibt. Sie hoffen auf die Polizei und rufen zu größerer Wachsamkeit auf. Der Tierschutzverein hat für Katzenfreunde weitere Tipps, um die eigenen Tiere zu schützen.

13.09.2015

Einer der einst führenden Köpfe der Neuruppiner XY-Bande, Frank G., muss sich seit Freitag erneut vor dem Landgericht Neuruppin verantworten. Der 48-jährige Familienvater soll mit einem Komplizen versucht haben, drei Kilo Kokain zu verkaufen. Die Verteidigung wollte einen Deal mit dem Richter schließen – der zeigte sich davon wenig begeistert.

12.09.2015

Es ist eine überraschende Entscheidung, die viele Reitsportfreunde traurig stimmen dürfte. Nach 15 Turnieren wird das bekannte Springreitturnier CSI Neustadt/Dosse im kommenden Jahr ausfallen. In der MAZ spricht der Veranstalter über seine Gründe und darüber, wie die Zukunft des Turniers aussieht.

12.09.2015
Anzeige