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Ostprignitz-Ruppin Fußballleidenschaft trotz Handicap
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fußballleidenschaft trotz Handicap
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18:52 22.03.2017
Gegen die Rathenower hatten es die Gastgeber aus Wittstock schwer. Letztlich mussten sich die Mosaikschüler mit dem vierten Platz begnügen. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Das Höchstalter von maximal 18 Jahren hatten sie eigentlich schon überschritten, trotzdem ließen es sich Patrik Erhart und Sandra Goltz am Mittwoch nicht nehmen, beim Fußballturnier in der Wittstocker Stadthalle um den Pokal des Bürgermeisters zu spielen. Der 20- und die 19-Jährige besuchen die Mosaik-Schule in Wittstock, spielen dort in ihrer Freizeit seit Jahren in der Fußball-AG des Sportlehrers Karsten Weis. Einmal im Jahr können die Jugendlichen dann ihr Fußballtalent gegen andere Förderschüler aus dem Nordwesten Brandenburgs beweisen.

Kräftig feuerten die Gäste aus Hoppenrade ihre Mannschaft an. Quelle: Christian Bark

„Mit einer geistigen Behinderung haben es Jugendliche schwer, in Sportvereinen unterzukommen“, sagte Karsten Weis. Deswegen gebe es die Fußball-AG an der Schule. Noch vor vier Jahren waren die Jugendlichen zu Auswärtsspielen gefahren, wenn sie innerhalb des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Paralympics“ Fußball spielten. „Dann kam uns die Idee, eine Veranstaltung nach Wittstock zu holen“, blickte Bernd Warminski am Mittwoch zurück. Er ist seit drei Jahren Turnierbeauftragter und organisiert die Veranstaltung mit. Und so fand am Mittwoch das Qualifikationsturnier zum Landeswettbewerb im Fußball für „Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt ’Geistige Entwicklung’“ bereits das vierte Mal an der Dosse statt.

Das Qualifikationsturnier in Wittstock

Seit 2014 findet das Qualifikationsturnier der Kategorie Fußball im Wettstreit der Förderschulen Nordwestbrandenburgs in Wittstock statt.


Seit 2015
erhalten die Turniersieger zudem den Wanderpokal des Wittstocker Bürgermeisters. Sie spielen dann im Landesausscheid in Woltersdorf, sofern die Spieler nicht älter als 18 Jahre sind.

Beim Qualifikationsturnier gab es folgende Platzierungen: 1. Neuruppin, 2. Rathenow, 3. Markee, 4. Wittstock, 5. Hoppenrade, 6. Zehdenick.

2019 könnte der Landesausscheid auf Einladung Jörg Gehrmanns in Wittstock stattfinden.

„Die Stadt und speziell der Bürgermeister haben uns damals in dem Vorhaben bestärkt und sehr unterstützt“, sagte Warminski. Und so sei vor zwei Jahren der „Pokal des Bürgermeisters“ ausgelobt worden – als zusätzliche Ehrung für den Qualifikationsturniersieger.

Landesausscheid findet 2019 vielleicht in Wittstock statt

Den präsentierte Bürgermeister Jörg Gehrmann bei der Eröffnung am Vormittag auch stolz den Mannschaften aus Wittstock, Markee, Hoppenrade, Rathenow, Zehdenick und Neuruppin. Wobei die Neuruppiner den Wanderpokal schon gut kannten, hatten sie ihn doch bereits im vergangenen Jahr gewonnen.

Den Sieg holten auch in diesem Jahr wieder die Neuruppiner. Quelle: Christian Bark

Danach ging es für die 12 bis 21 Jahre alten Schüler aufs Spielfeld, jede Partie dauerte zehn Minuten. Die Schiedsrichterkosten übernahm in diesem Jahr erstmals der Kreissportbund OPR. „Unser diesjähriges Motto heißt ’Inklusion’, das ist ein erster Schritt, diesem Motto gerecht zu werden“, erklärte der Sportbundgeschäftsführer Thomas Krieglstein. Im Großen und Ganzen verlief das Turnier fair, wie Rainer Hattke vom Schulamt Neuruppin konstatierte. Der Siegerpokal sowie der Pokal des Bürgermeisters gingen allerdings nicht zurück an die Dosse, sondern verblieben in Neuruppin. Die Wittstocker mussten sich mit dem vierten Platz begnügen. „Nicht so schlimm, hat trotzdem Spaß gemacht“, sagte Sandra Goltz. Ihre Mannschaft hätte aufgrund der Altersüberschreitung ohnehin nicht am Landesausscheid in Woltersdorf teilnehmen können. „Uns war es wichtiger, als starke Mannschaft aufzutreten“, sagte die 19-Jährige.

Wenn es nach Jörg Gehrmann geht, kann der Landesausscheid 2019 gern in Wittstock stattfinden. „Dann ist viel Publikum hier“, verwies er auf die Landesgartenschau.

Von Christian Bark

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