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GAB hofft auf Sterntaler-Hilfe

Kyritz GAB hofft auf Sterntaler-Hilfe

Zum 22. Mal bittet die Spendenaktion von MAZ, Volkssolidarität und Sparkasse um Unterstützung für Bedürftige in der Kleeblatt-Region. Im Fokus steht diesmal dabei die gemeinnützige Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung GAB, die in Kyritz unter anderem eine Lebensmittelausgabe für Bedürftige betreibt.

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Die GAB in Kyritz leistet Tag für Tag Bedürftigen aus der ganzen Kleeblattregion Hilfe. Doch die Bedingungen sind miserabel.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Eine Woche noch, dann ist Advent. Und Adventszeit ist bei der MAZ immer auch Sterntalerzeit. Seit 1996 rufen wir in diesen Wochen gemeinsam mit der Volkssolidarität und der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin die Leser dazu auf, mit ihren kleinen oder manchmal auch größeren Geldspenden Bedürftigen in der Region etwas Gutes zu tun.

Auch die 22. Sterntaler-Aktion hat sich das Ziel gesetzt, bis Weihnachten möglichst viel für den guten Zweck zusammenzubringen. Nutznießer soll diesmal ganz gezielt die Niederlassung der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung GAB am Kyritzer Bahnhof sein.

Anlaufpunkt für Hilfesuchende aus der ganzen Region

Seit 15 Jahren bemüht man sich dort um Hilfe für all die, die es in der Leistungsgesellschaft besonders schwer haben. Das bekannteste Angebot dürfte dabei die Lebensmittelausgabe „Tischlein, deck dich!“ sein, die Bedürftige mit Nahrungsspenden unterstützt. Mindestens ebenso hilfreich sind die Gebrauchtartikelbörse und das Lager für gebrauchte Möbel. Hinzu kommen Einrichtungen der Arbeitsförderung und Lebenshilfe wie die Alltagswerkstatt für Alleinerziehende, die Lederwerkstatt, die Fertigung von therapeutischem Spielzeug, das Schulbusbegleiterprojekt oder die Arbeitslosenberatung.

Alles in allem beschäftigt die GAB in Kyritz etwa 45 Mitarbeiter – meist in Teilzeit als „Ein-Euro-Jobber“, im Bundesfreiwilligendienst oder über sogenannte Sozialstunden. Die Personalkosten sind somit über die öffentliche Hand weitestgehend abgedeckt. Doch für alles andere ist das gemeinnützige Unternehmen auf Spenden angewiesen. Und die reichen hinten und vorne nicht.

Lange Schlangen vor der Lebensmittelausgabe

Das beginnt bei der Lebensmittelausgabe: Es gibt nur wenige Einzelhändler in der Region, die überhaupt Lebensmittelreste spenden, die dann von den GAB-Mitarbeitern gesammelt und gegen eine kleine Aufwandsentschädigung (maximal 1,50 Euro) an Bedürftige abgegeben werden können. „An manchen Tagen reicht es nur für fünf Leute, manchmal auch für zwölf oder 13“, berichtet Niederlassungsleiterin Nicole Dorau. In der Regel kämen pro Woche etwa 40 Portionen zusammen. Doch der Bedarf sei viel, viel größer. Mit größter Sorge sehe man die geplante Schließung des Kyritzer Rewe-Marktes, der zu den wichtigsten Spendern zählt.

Hinzu kommen die schwierigen Bedingungen für die Arbeit. Geld für Investitionen steht der GAB praktisch nicht zur Verfügung. „Wir bräuchten einen Gefrierschrank“, sagt Nicole Dorau. „Wir bekommen ja Lebensmittel, die dicht am Haltbarkeitsdatum sind oder darüber hinaus. Die Kühlkette darf da nicht unterbrochen werden. Wir mussten schon Sachen wegwerfen.“

Vor der Lebensmittelausgabe bildet sich regelmäßig eine lange Schlange. Im Winter wird ein altes Pförtnerhäuschen als Warteraum genutzt. Doch der Bau ist völlig marode. Es regnet durch. Die Wände schimmeln. Wenigstens dieser Schaden müsste behoben werden. Doch es fehlt das Geld.

Spendengeld könnte ein wenig helfen

Mangelhaft ist auch das Angebot für eine ausgewogene Ernährung an sich. Die Spenden des Einzelhandels geben das meist einfach nicht her. Fehlende Dinge zuzukaufen, ist der GAB aber unmöglich.

Auch „Sterntaler“ wird alle Probleme nicht lösen können. Doch vielleicht lassen sich mit dem Spendengeld einzelne Verbesserungen erreichen. Sollte Spendengeld zur Verfügung stehen, werden wir seine Verwendung wie immer genau beobachten und darüber berichten.

Das Sterntalerkonto (IBAN: DE89 1605 0202 1522 0049 00) steht ab sofort für Einzahlungen bereit. In den Sparkassenfilialen in Kyritz, Neustadt, Wusterhausen und Breddin kann jedermann die bekannten Sterntaler-Schweine für Barspenden nutzen.

Von Alexander Beckmann

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