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Gärtnerei leidet unter Straßenbau

Holzhausen Gärtnerei leidet unter Straßenbau

Seit die Ortsdurchfahrt in Holzhausen erneuert wird, läuft das Geschäft für Sven und Corinna Ebert mehr schlecht als recht, und dass, obwohl ihre Gärtnerei noch immer erreichbar ist. Zwei Monate laufen die bis Ende des Jahres andauernden Bauarbeiten im Dorf bereits und seit dem kommen nur noch wenig Kunden. Gärtner Ebert hofft, mit seinem Geschäft so lange durchzuhalten.

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Viele übersehen das untere Schild.

Holzhausen. Viel los ist dieser Tage in der Holzhausener Gärtnerei Ebert nicht. Bis zum Nachmittag waren es gerade einmal eine Hand voll Kunden, die den Weg dorthin fanden. „Ende Juni wird es zwar traditionell etwas ruhiger, aber so schlimm, wie in diesem Jahr, war es noch nie“, sagt Corinna Ebert, die zusammen mit ihrem Mann seit 21 Jahren die Gärtnerei in Holzhausen betreibt.

Seitdem vor rund zwei Monaten die Arbeiten für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Auftrag des Landesbetriebes für Straßenwesen begannen, hat sich das Leben des Gärtnerpaares grundlegend verändert. „Als das Baustellenschild am Kyritzer Ortsausgang aufgestellt wurde, war bei uns schlagartig Ebbe“, sagt Corinna Ebert. Etwas Linderung brachte das kleine Hinweisschild „Freie Zufahrt bis zur Gärtnerei“, das Sven Ebert nach einer Woche am Baustellenschild anbringen durfte, das am Kyritzer Ortsausgang steht.

„Dann sind wir bis Jahresende gänzlich abgeschnitten“

Trotz ihrer schwierigen Lage freuen sich Eberts auch über den Straßenbau. „ Es wurde Zeit, dass was gemacht wird, die Straße war total marode“, sagt Sven Ebert. Bis jetzt kam die Gärtnerei so einigermaßen über die Runden. „Das haben wir besonders den Stammkunden zu verdanken, die sich kurz vor Baubeginn mit allem eindeckten, was sie benötigen“, sagt Corinna Ebert. Angst und Bange wird es Sven und Corinna Ebert, wenn der Straßenbau ab August die Zufahrt der Gärtnerei erreicht. „Dann sind wir bis Jahresende gänzlich abgeschnitten. Da hilft nur ein langer Atem, um das zu überstehen“, sagt Corinna Ebert. Derzeit laufen die Arbeiten an den ersten beiden von insgesamt vier Bauabschnitten auf Hochtouren. Die Erneuerung des Regenwasserkanals in der Dorfstraße von der Kreuzung bis zum östlichen Ortsausgang stellt den ersten Bauabschnitt dar. Abschließend soll die Straße wieder gepflastert werden.

Gärtnerin Corinna Ebert fürchtet sich vor allem vor dem nächsten Bauabschnitt

Gärtnerin Corinna Ebert fürchtet sich vor allem vor dem nächsten Bauabschnitt.

Quelle: André Reichel

Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt von der Kreuzung in der Ortsmitte bis hin zum südlichen Ortsausgang bildet den zweiten Bauabschnitt. Dort wurden bereits der Regenwasserkanal gesetzt, der Unterbau für die Straße geschaffen und ein Großteil der Bordsteinkanten verlegt. Holzhausens Ortsvorsteher Andreas Lange ist stets im Bilde: „Wir werden von den Baufirmen bestens informiert“, sagt Lange. Zwei Wochen schneller als geplant gingen die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt bis jetzt voran. Wenn alles klappt, kann dieser Abschnitt noch im Juli asphaltiert werden.

Nur wenig Verzögerung gibt es bei den Arbeiten in der Dorfstraße. „Die Arbeiter sind bemüht, das wieder rauszuholen“, sagt Andreas Lange.

Momentan kommen die Bauleute gut voran

Momentan kommen die Bauleute gut voran.

Quelle: André Reichel

Den dritten und vierten Abschnitt stellt dann die Straßenerneuerung von der Ortsmitte bis zum nördlichen Ortsausgang dar. Ende November sollen die Straßenbauarbeiten beendet sein.

Von André Reichel

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