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Ostprignitz-Ruppin Gäste aus Uganda an Neuruppiner Schule
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gäste aus Uganda an Neuruppiner Schule
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16:06 13.04.2016
Erster Schüleraustausch: Tophias Ahereza, Koordinator Frank Weigel, Richard Mugisha und Larissa Trippel (v. l.). Quelle: Frauke Herweg
Neuruppin

Anfangs fühlte sich Richard Mugisha beklommen. In Uganda hatte der 20-Jährige gehört, in Deutschland könnte es Vorurteile geben. In der ersten Zeit befremdete es ihn, der einzige dunkelhäutige Mensch auf Neuruppins Straßen zu sein. Inzwischen sind seine Ängste verflogen. Die meisten Deutschen, findet er, sind eigentlich sehr offen.

Seit Mitte Februar besuchen zwei Schüler aus Uganda die Evangelische Schule in Neuruppin. Neben Richard Mugisha ist auch Tophias Ahereza für ein halbes Jahres dort zu Gast. Bislang hatte die Evangelische Schule ihre Partnerschule im westlichen Uganda nur finanziell unterstützt. „Doch was ist das für eine Partnerschaft, wenn man immer nur Geld überweist?“, sagt Oberstufenkoordinator Frank Weigel. Ein Schüleraustausch soll die Bande deshalb enger knüpfen – nachdem Schüler aus Uganda erstmals nach Neuruppin gekommen sind, werden bis sieben oder acht Neuruppiner Schüler im nächsten Februar für zwei Wochen nach Uganda reisen.

Die Partnerschule in Uganda kennenlernen

Eine von ihnen könnte Larissa Trippel sein. Auf Fotos und Videos, die Weigel von seinen beiden Uganda-Besuchen mitbrachte, hat die 17-Jährige gesehen, wie schön die Natur in Uganda ist. „Und natürlich würde ich unsere Partnerschule auch mal wirklich kennenlernen.“

Richard und Tophias leben beide in Neuruppiner Gastfamilien. Vier Wochen lang lernte ein ehemaliger Schüler des Evangelischen Gymnasiums mit ihnen Deutsch. Inzwischen besuchen sie den regulären Unterricht. Gleichzeitig müssen sie sich noch für ihre Abschlussprüfungen im Herbst in Uganda vorbereiten – ein Riesenpensum.

Trotzdem haben Richard und Tophias schon einiges gesehen. Sie waren in Berlin und besuchten auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Ulrike Liedtke den Potsdamer Landtag. In der kommenden Woche wollen die beiden sich mit Liedtke zudem das Rheinsberger Schlosstheater anschauen. Beide sind regelmäßige Gottesdienstgäste in der Klosterkirche.

Unterstützt mit Geld der Aktion Tagwerk

Mit dem Geld, das die Schüler der Evangelischen Schule jährlich bei der „Aktion Tagwerk“ verdienen, unterstützte die Schule bisher den Bau einer Unterkunft für vier Lehrer. „Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es in Uganda sehr schwierig“, sagt Weigel. Oftmals kämen Lehrer zu spät, mitunter gar nicht. Können Lehrer während der Woche an der Schule bleiben, fällt weniger Unterricht aus. Ach eine Unterkunft für Schüler soll gebaut werden. „Die haben natürlich dasselbe Problem.“

Geld aus der Aktion Tagwerk ermöglichte eines der beiden Stipendien. Der Verein „Möglichkeit der Menschlichkeit“, ein Verein von Absolventen des Evangelischen Schule, finanzierte das zweite. Unverhoffte Hilfe erhielt die Schule zudem von der deutschen Botschaft in Kampala. Bei einem Gespräch dort stellte sich heraus, dass die Nichte der Pressesprecherin die Evangelische Schule besucht. „Und der deutsche Botschafter hat ein Haus bei Rheinsberg“, sagt Weigel lachend. Zumindest bei der Terminvergabe für die Visaanträge von Richard und Tophias könnte das geholfen haben.

Von Frauke Herweg

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