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„Galeriepfad“ in Neuruppin gegründet

Aktion von vier Kunsthäusern „Galeriepfad“ in Neuruppin gegründet

Um Neuruppin als Kunststandort noch attraktiver zu machen, haben vier Galerien aus der Fontanestadt einen gemeinsamen Flyer drucken lassen. Anfang September wollen die Mitstreiter des „Galeriepfads“ mit vier Vernissagen an vier Tagen auch auswertiges Publikum anlocken.

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Die Galeristen Johannes Bunk, Romy Rohling (M.) und Louise Leuschner begutachten ein Werk des Kölner Künstlers Wolfgang Thesen.

Quelle: Mischa Karth

Neuruppin. Vier Neuruppiner Galerien wollen künftig enger zusammenarbeiten. Der „Kunstraum Neuruppin“, die „Galerie Louversum“ die „Galerie Raumglück“ und die „Galerie am Bollwerk“ haben in einem ersten Schritt einen gemeinsamen Flyer herausgebracht. Informationen wie Öffnungszeiten und Kontaktdaten sind darauf zu finden, vor allem aber sollen Touristen die Lage der Galerien gezeigt bekommen. Die Galeristen Johannes Bunk, Romy Rohling, Louise Leuschner sowie der Verein der Galerie am Bollwerk hoffen, mit ihrem„Galeriepfad“ viele Neugierige anzulocken und die Stadt Neuruppin auf der Landkarte der bildenden Kunst stärker zu verorten.

„Die Galerien befinden sich nicht auf den großen Einkaufsstraßen, sondern sind wunderbar über die Stadt verteilt“, sagt Rohling, deren Räumlichkeiten sich in der Präsidentenstraße befinden. „Über den Flyer möchten wir die Galerien miteinander verbinden“, sagt sie. „Es geht darum, dass die Besucher sich auf den Weg machen können, egal wo sie gerade in der Stadt unterwegs sind.“

Die Flyer liegen an unterschiedlichen Orten wie in Hotels und Cafés aus. Die Kosten für die Gestaltung und den Druck der Flyer hat der Lions Club „Effi Briest“ übernommen, worüber die Galerieinhaber sich sehr erfreut zeigten. „Uschi Jung aus der Galerie Bilderbogen hätten wir gerne dabeigehabt“, sagt Leuschner, „aber sie sieht es eher als ein Atelier als als eine Galerie.“

So bündeln nun vier Galerien ihre Kräfte, die in den vergangenen Jahren bereits das ein oder andere Mal miteinander zu tun hatten. „Eigentlich müssten wir Konkurrenten sein, aber wir sind’s nicht. Wir wollen miteinander arbeiten“, sagt Leuschner.

„Man merkt, wie sich der Standort Neuruppin immer weiter aufstellt und in seiner Außenwirkung bis nach Berlin reicht“, sagt Rohling. „Dass wir drei als private Personen an diese Stadt glauben, ist auch etwas, was wir mit dem Galeriepfad transportieren möchten“, sagt Rohling.

In der inhaltlichen Ausrichtung bleiben alle eigenständig

Zugleich wollen die Galerien in ihrer inhaltlichen Ausrichtung eigenständig bleiben. Jede von ihnen habe ihren eigenen Ansatz. „Wichtig ist“, drückt es Bunk aus, „dass die vier Orte ihr eigenes Profil behalten. Die Diskussion soll nicht zwischen den Galerien, sondern zwischen der Öffentlichkeit und der Kunst stattfinden.“

Um diese Diskussion zu ermöglich und den „Galeriepfad“ mit Leben zu füllen, finden am ersten Septemberwochenende reihum vier Vernissagen statt. In den vergangenen zwei Jahren hatte es eine ähnliche Konstellation bereits gegeben, allerdings „eher zufällig“, wie Bunk betont. Nun also haben die vier Galerien ihre Termine für diesen besondere Anlass auf­einander abgestimmt. Besucher können dann von Donnerstag, 3. September, bis Sonntag, 6. September, täglich eine neue Ausstellung in Augenschein nehmen (siehe Infokasten). Den Auftakt macht „Künstlerfreundschaften VI“ in der Galerie am Bollwerk mit Werken von Annett Glöckner und Victoria Palmenyi. Die Ausstellung wird am 3. September um 19 Uhr eröffnet.

„Wir sind dabei, das Galeriewochenende als feste Größe in Neuruppin zu etablieren“, sagt Leuschner.“ Sie spricht in diesem Zusammenhang von einer „Aufwertung“ für die Stadt Neuruppin. „Wir leisten einen unglaublichen Beitrag für die Tourismusbranche.“ Sie kann sich gut vorstellen, dass die Galerien auch die Zusammenarbeit mit den hiesigen Hotels vorantreiben. So ließen sich vielleicht gemeinsame Touren durch die Stadt und die Galerien anbieten.

Und auch Rohling hofft auf regen Zuspruch und betont: „Das sind Veranstaltungen, die sich national messen lassen können.“

Von Mischa Karth

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