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Ostprignitz-Ruppin Gantikow: Neue Beleuchtung umstritten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gantikow: Neue Beleuchtung umstritten
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00:17 17.06.2016
Gantikows Lampen haben Jahrzehnte hinter sich. Quelle: Alexander Beckmann
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Gantikow

Wie viel Licht braucht das Dorf? Diese Frage bewegt derzeit die Gemüter in Gantikow. Der Vorschlag der Kyritzer Stadtverwaltung, im Ort die Straßenbeleuchtung zu erneuern und dazu die Zahl der bisher etwa 30 Laternen mehr als zu verdoppeln, stößt nicht nur auf Begeisterung.

Schon mit dem ersten Bekanntwerden des Vorhabens kam im Dorf Widerstand auf. Zu den Initiatoren gehörte Heidrun Weitz. Sie ist überzeugt: 78 Lampen sind für ein Dorf mit gerade mal 210 Einwohnern zu viel – zumal die Grundstückseigentümer voraussichtlich 70 Prozent der Baukosten zu tragen hätten. Außerdem sei so viel Licht schlicht unangebracht: „Das Dorf verliert seinen ländlichen Charakter.“ Es müsse nicht so hell sein wie eine Stadt.

„Das hat mir keine Ruhe gelassen“, berichtet Heidrun Weitz. Kurz nach Bekanntwerden des Vorhabens begann sie, Unterschriften zu sammeln. Im Aufruf heißt es: „Wir möchten bei Veränderungen, die unser Dorf betreffen, mit einbezogen werden und dies beginnt mit der Planungsphase. Denn unser Dorf ist, wie wir leben. In welchem Licht, mit welchen Kosten, mit welcher Energieeffizienz, mit welcher Verträglichkeit für Natur und Mensch.“ 107 Gantikower unterschrieben bislang.

Ebenfalls zahlreich erschienen sie Ende vergangener Woche zur Ortsbeiratssitzung, bei der die Beleuchtungspläne Thema waren. „Es waren sehr viele Gantikower da, die auch sehr konstruktiv diskutierten“, schätzt die Leiterin des Kyritzer Bauamtes, Katharina Iredi, ein. Von konkreten Plänen der Stadtverwaltung könne allerdings momentan noch keine Rede sein. Zuerst gehe es um die Klärung des Bedarfs und der Möglichkeiten. Fakt sei, dass die vorhandenen Gantikower Lampen technisch überholt sind. Die Stadt Kyritz habe sich Ziele in Sachen Klimaschutz und damit Energieeffizienz gestellt. Das bedeute auch, dass alte Laternen nach und nach durch moderne LED-Technik ersetzt werden. Wie das erfolgt, sei eben zu klären. „Wir werden erst einmal alle Anwohner anschreiben“, kündigt Katharina Iredi an. Die Gantikower sollen sich äußern, ob sie neue Straßenlampen wollen und auf welchem Wege. „Für uns ist es wichtig, dass wir an wirklich alle Eigentümer herantreten“, erklärt die Bauamtsleiterin. Nach der Sommerpause wolle man das Ergebnis der Umfrage bei einem Treffen auswerten. Dann sollen auch Fachplaner hinzugezogen werden. Denn bestimmte Vorgaben in Sachen Straßenbeleuchtung ließen sich nicht einfach ignorieren. Schließlich gehe es auch um die Verkehrssicherungspflicht der Kommune.

Heidrun Weitz und ihre Mitstreiter setzen etwas andere Prioritäten: „Für uns ist es wichtig, den ländlichen Charakter von Gantikow zu erhalten und dass alle sich das Leben hier leisten können.“

Von Alexander Beckmann

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