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Ostprignitz-Ruppin Ganz Berlitt im Festumzug
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ganz Berlitt im Festumzug
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11:29 01.06.2015
575 Jahre Berlitter Dorfgeschichte im Festumzug Quelle: Sandra Bels
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Berlitt

Was hatten die Berlitter am Sonnabend bloß für ein Glück. Der Festumzug war erst ein paar Minuten beendet, da schüttete es wie aus Eimern. Schnell fanden die Gäste Unterschlupf im Schloss und konnten sich bei der Gelegenheit gleich die Ausstellung über Berlitt anschauen. Verschiedene Tafeln zeigten Fotos aus dem Ort und von drumherum. Dazu gab es Einblicke in Chroniken. Eine Arbeitsgruppe hatte die Schau extra für die 575-Jahr-Feier zusammengestellt.

Das Jubiläumsfest begann mit dem Umzug, der durch den Ort führte und am Schloss endete. Moderator Andreas Schreiber: „Wir sind heute auf Gäste von außerhalb angewiesen, denn von den 170 Berlittern laufen 150 im Umzug mit.“ Die Nachbarn und andere Gäste ließen sich das bunte Treiben nicht entgehen und säumten die Dorfstraße. Gut eine Stunde dauerte der Marsch mit den 15 Schaubildern, die die Dorfgeschichte nacherzählten.

Das erste Bild spiegelte die erste Besiedlung des Ortes wider. Sie erfolgte bereits vor 2000 Jahren. Damals siedelten sich im Gebiet des heutigen Berlitts Germanen an. Ausgrabungen, vorgenommen vor 1930, belegen das. Südöstlich des Dorfes fand man Urnen mit Grabbeilagen aus dem 2. Jahrhundert. Verzierte Gefäße, Schnallen, Messer, Lanzenspitzen und andere Gegenstände kamen ans Tageslicht. Ein Kettenhemd aus der Römerzeit belegt zudem, dass hier ein hochrangiger Krieger lebte. Kontakte zu anderen Völkern konnten daraus abgeleitet werden. Zahlreiche weitere Funde belegen die Besiedelung des Ortes durch germanische und slawische Völker vor mehr als 800 Jahren.

In den anderen Schaubildern ging es unter anderem um die Kirche, die Windmühle von 1806, den Schlossneubau, die Schule, den Großbrand, die Feuerwehr und viele anderen Ereignisse, die Berlitt in den mehr als 500 Jahren nachhaltig geprägt hatten. Für die Zuschauer gab es alle Erklärungen auf einem Flyer.

Das letzte Schaubild formierten die Nachbargemeinden. Glückwünsche zum Jubiläum überbrachten so Barenthin mit den Karnevalisten, Granzow mit seinem Oldtimer-Verein, Rehfeld, Wilhelmsgrille und Kötzlin.

„Seit Weihnachten bereiten wir unser Jubiläumsfest vor“, sagt Ortsvorsteher Harald Backhaus. Im Umzug lief er neben der Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke. Gemeinsam mit ihr eröffnete er anschließend das Fest. Es hatte bereits am Freitagabend mit einem Konzert in der Kirche begonnen. Der Frauenchor „Manus mulierum“ gab es. „Die Kirche war so gut besucht, dass kein Platz mehr frei war“, so Backhaus. Frühlingslieder von nah und fern erklangen. Der Auftritt kam einer musikalischen Reise durch Raum und Zeit nahe. Die Clowns Tacki und Noisly begeisterten am Sonnabendnachmittag die Kinder. Abends kamen sie mit einer Feuershow wieder. Mit dabei war auch das Timann-Duo. Es spielte Akkordeon-Musik. Neben Essen und Getränken gab es auf dem Festplatz die Möglichkeit zum Reiten, Bogenschießen, Kegeln, Trampolinspringen und Basteln. Außerdem wurden die Gewinner einer Tombola ermittelt. Tanzmusik erklang am Abend. Tags darauf trafen die Einwohner sich zum Frühschoppen auf dem Festplatz.

Von Sandra Bels

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