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Ostprignitz-Ruppin Ganzer: Projekt mit Flüchtlingskindern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ganzer: Projekt mit Flüchtlingskindern
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11:07 29.02.2016
Künstlerin Katrin Mason Brown zeigt Stillleben in einem Buch. . Quelle: Sandra Bels
Ganzer

Hanna kommt aus dem Irak. Sie liebt es, wenn ihre Mutter Reis mit Kartoffeln kocht. Das ist für Deutsche eher ungewöhnlich, in Hannas Heimat Usus. Eraldi mag am liebsten Pizza. Der albanische Junge sitzt beim Essen am liebsten mit seiner ganzen Familie am Tisch.

Vom Lieblingsessen zu erzählen, das ist nicht so schwer, es aber zu malen wird schon schwieriger. Auf Anastasias Blatt findet sich zum Beispiel ein Teller mit einem Schnitzel. Vivien liebt den Schokokuchen von Katrin Mason Brown und hat ihn gemalt, Leonie Wiener mit Kartoffelsalat und Ketchup.

Kinder aus dem Übergangswohnheim und aus Wusterhausen

Die Kinder und Jugendlichen aus dem Übergangswohnheim in Wusterhausen und aus Orten der Gemeinde Wusterhausen treffen sich immer am Freitagnachmittag im Atelier der Künstlerin Katrin Mason Brown in Ganzer. Sie nehmen am Projekt „Who are you“ teil. „Es soll den Dialog fördern zwischen den jungen Bewohnern des Landkreises und jugendlichen Flüchtlingen“, so Projektleiterin Katrin Mason Brown. Sie will mit den gemeinsamen Kunstworkshops sinnbildlich bunte Brücken zwischen den Kulturen entstehen lassen. „Die Kunst ist universell und verbindet alle Kulturen“, sagt sie.

Träger des Projektes ist der Verein Kinder- und Jugendkunstakademie Gutshof Ganzer. Er hat auch den Kulturaustausch in seiner Satzung verankert. Das sei laut Katrin Mason Brown ein Anknüpfungspunkt, um auf das brandaktuelle Thema Flüchtlinge einzugehen. „Durch das Projekt erhoffen wir uns Misstrauen und Ängste auf beiden Seiten abzubauen, die Menschen zueinander zu führen und die Flüchtlinge bei ihrer Integration zu unterstützen“, sagt die Projektleiterin.

Themen sind Malerei und Zeichnung

Innerhalb des Projektarbeit geht es um Malerei und Zeichnung. Bei den Themen wird spontan auf die aktuellen Bedürfnisse eingegangen. Die Lieblingsgerichte malen gehörte bereits dazu. Dabei lernten die Kinder und Jugendlichen gleich noch etwas über den goldenen Schnitt und Stillleben. „Wir möchten nicht so viel vorschreiben, sondern die Freude an Farben, am Formenfinden und an kreativer Gemeinsamkeit fördern“, so die Projektleiterin. Sie wird ehrenamtlich von Katrin Meilke unterstützt. Bis August soll es noch viele kreative Nachmittage geben. Das Ergebnis findet sich später in einer Ausstellung wieder. Gefördert werden die Workshops vom Bundesbildungsministerium über das Programm „Kultur macht stark“. Kooperationspartner sind der Verein, das Übergangswohnheim und die Grundschule.

In einem Buch sollten die Kinder Bilder mit dem goldenen Schnitt heraussuchen. Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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