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Gasalarm im Wohngebiet

Kyritz Gasalarm im Wohngebiet

Ein Bagger hat am Dienstagmorgen bei Bauarbeiten im Kyritzer Feldahornweg eine Gasleitung beschädigt. Gas trat aus. Es bestand Explosionsgefahr. Sechs Häuser mussten evakuiert werden.

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Auch ein Teil des Kyritzer Eichenweges blieb am Dienstag Morgen wegen des Gasalarms gesperrt.

Quelle: Privat

Kyritz. Für die Anwohner des Kyritzer Feldahornwegs im Wohngebiet „Alt und Jung“ war es am Dienstag der Schreck in der Morgenstunde, als gegen 7.45 Uhr die Polizei an ihren Haustüren klingelte. „Wir wurden von den Beamten aufgefordert, uns anzuziehen, die wichtigsten Dokumente mitzunehmen und sofort zu Fuß das Haus zu verlassen“, berichtet MAZ-Leser und Feldahornweg-Bewohner Torsten Künzel.

Nur drei Häuser weiter hatte gegen 7.26 Uhr ein Bagger bei Bauarbeiten eine Gasleitung beschädigt. Gas trat aus. Es bestehe höchste Explosionsgefahr, erfuhren die Anwohner. Sie wurden gebeten, keinen elektrischen Schalter und kein Feuerzeug zu betätigen. „In wenigen Minuten standen wir auf der Straße. Mit Medikamenten und den wichtigsten Dokumenten in der Tasche verließen wir das Sperrgebiet“ so Torsten Künzel.

Starker Gasgeruch lag in der Luft

In der Luft lag starker Gasgeruch. Die Kyritzer Feuerwehr hatte das Gebiet gesichert. Den Schaden selbst konnte und durfte sie nicht beheben. Neun Einsatzkräfte waren vor Ort, und sperrten den betroffenen Bereich weiträumig ab. Einer von ihnen, Mario Thormann, sagte, dass anhand des feines Sandes, der vom Gas regelrecht hochgepustet wurde, das Leck zu sehen gewesen war. Die Gasleitung selbst sei nicht dicker als ein Gartenschlauch. Einem Bauarbeiter sei das Leck sofort aufgefallen.

Von Dörte Röhrs von der Pressestelle der Polizeidirektion Nord in Neuruppin war zu erfahren, dass der zunächst angeforderte Techniker das Leck nicht allein abdichten konnte. Dafür sei ein zweiter Mann angefordert worden. Kurz nach 9 Uhr sei die Gefahr vorüber gewesen; eine Spezialfirma hatte sie gebannt, und die Anwohner konnten wieder in ihre Häuser.

Anwohnerin bangte um ihren Hund

Die bange Stunde von der Evakuierung bis zum Einsatzende verbrachten die Anwohner hinter der Absperrung. Torsten Künzel erzählte, dass eine Nachbarin um ihren Hund bangte, der im Haus geblieben war. Eine gehbehinderte Frau sei von der Polizei nach Kyritz West zu ihrer Schwester gebracht worden.

Die Kita „Hundert Sterne“ und der Seniorenwohnpark gehörten nicht zum evakuierten Bereich. Man konnte aber beide Einrichtungen während der Sperrung von der Wittstocker Straße aus nicht erreichen. Die Durchfahrt durch den Eichenweg war ebenfalls gesperrt. Für Torsten Künzel bleibt nach dem Ereignis eine gewisse Nachdenklichkeit. „Wie schnell doch so etwas Außergewöhnliches geschieht, auf was man selbst gar nicht vorbereitet ist“, sagt er.

Von Sandra Bels

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