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Ostprignitz-Ruppin Gasleitung bei Kyritz freigelegt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gasleitung bei Kyritz freigelegt
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02:15 11.07.2015
Vorsichtig legt der Bagger das Rohr frei. Es transportiert unter hohem Druck Erdgas zwischen der Hauptstadtregion und der Ostseeküste. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Fast so groß wie ein halbes Fußballfeld ist die freigeräumte Fläche auf dem Acker direkt an der Landesstraße zwischen Kyritz und Holzhausen. Mittendrin ein großes Loch, mehrere Meter tief. Ein Bagger ist bei der Arbeit: ganz, ganz vorsichtig. Zentimeter um Zentimeter bewegt sich die Schaufel. Der Baggerfahrer lässt sich von einem Mann direkt am Ort des Geschehens dirigieren.

Was die Maschine da freilegt, ist ja auch nicht irgendwas. 60 Zentimeter im Durchmesser misst das leicht rostig aussehende Rohr von Wand zu Wand der Grube. Normalerweise schießt dort Erdgas hindurch. Da ist sorgfältige Arbeit ganz besonders wichtig.

„Die Leitung hat im Betrieb einen Druck von 63 Bar“, weiß Ralf Borschinsky. Er ist Pressesprecher der Firma Ontras Gastransport, die in den östlichen Bundesländern ein überregionales Transportnetz betreibt. 63 Bar, das ist zehnmal mehr als bei einem stramm aufgepumpten Fahrradreifen und würde auch ohne brennbares Gas schon für einen ordentlichen Knall reichen.

Von Berlin bis zur Ostseeküste

Das Rohr an der Straße nach Holzhausen ist Teil einer Leitung, die aus dem Raum Berlin weiter in Richtung Ostseeküste führt. „Wir sind die Gasautobahn“, sagt der Pressesprecher. Sie versorgt auf ihrem Weg unter anderem die lokalen Erdgasnetze in Dreetz, Neustadt und Kyritz.

Im Grund macht so ein Leitungsnetz pausenlos Arbeit. Vor sechs Jahren erst ließ Ontras bei Neustadt neue Rohre verlegen. „Es gibt Bereiche, da ist einfach die Bodenüberdeckung zu gering“, erklärt der Ontras-Pressesprecher. Durch natürliche Prozesse bewegen sich die Leitungen dann nach oben. Das wird ständig kontrolliert. Ist ein bestimmtes Maß überschritten, müssen neue Rohre her – vor allem aus Sicherheitsgründen.

Hinzu kommen die üblichen Alterungsvorgänge. An der Landesstraße bei Kyritz geht es beispielsweise um die Unterquerung der Fahrbahn. Dazu wurde das Gasrohr einst durch ein weiteres Rohr hindurchgeschoben. Spezielle Bauelemente sollten dafür sorgen, dass die beiden Rohre fest miteinander verankert bleiben. Doch die Abstandhalter erfüllten die Hoffnungen der Techniker wohl nur zum Teil. Deshalb muss nun so manche Straßenunterquerung erneuert werden.

Auch bei Vehlow wird gebaut

Ein weiterer Punkt, der die Leitungsbauer aktiv werden lässt, ist die Korrosion. Zwar sind die Stahlrohre heute generell mit Kunststoff ummantelt, doch hält auch der nicht ewig. Messverfahren ermöglichen die ständige Überwachung der Isolierung. Lässt die zu sehr in ihrer Wirkung nach, rücken die Bagger an.

Und schließlich arbeitet Ontras an der technischen Modernisierung. So würden die sogenannten Armaturen – Ventile und ähnliches – systematisch auf den neuesten technischen Stand gebracht, sagt Ralf Borschinsky. „Das machen wir so, dass die Leitung molchfähig wird.“ Der Fachbegriff „Molch“ steht dabei für ein Gerät, das mit dem Gas durch die Leitungen gepresst wird und mit dem sich der Zustand der Rohre von innen begutachten lässt. Nicht zuletzt sind die neuen Sperrschieber natürlich fernsteuerbar.

Ontras ist im Altkreis Kyritz gegenwärtig an gleich mehreren Stellen aktiv. Beispielsweise wird derzeit auch bei Vehlow an der Leitung gebaut. Acht bis zehn derartige Vorhaben könnten es in diesem Jahr allein im genannten Bereich werden, schätzt Ralf Borschinsky ein. „Das ganze Projekt wird uns wohl noch bis Ende August beschäftigen.“

Von Alexander Beckmann

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