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Ostprignitz-Ruppin Gaststätte „Klosterhof“ in neuer Regie
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gaststätte „Klosterhof“ in neuer Regie
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00:17 04.07.2016
Annett und Sebastian Witt vom „Klosterhof“. Quelle: Christamaria Ruch
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Heiligengrabe

„Wir wollten nur einen Abstecher nach Heiligengrabe unternehmen.“ Annett und Sebastian Witt planten vor acht Jahren ihre berufliche Zukunft. Damals wohnten sie noch in Schleswig-Holstein und bewegten sich im Bereich der Spitzengastronomie. Der Koch und die Restaurantfachfrau planten Heiligengrabe nur als Episode ein. Nach Timmendorfer Strand, Flensburg und Glücksburg landete das Ehepaar in Annett Witts alter Heimat. Und ist geblieben.

„Der Ort ist uns lieb geworden“, sagt Sebastian Witt. Der 34-Jährige ist ein waschechtes Nordlicht und stammt aus Schleswig-Holstein. Dann lernte er vor zehn Jahren Annett Eckert bei der Arbeit in Timmendorfer Strand kennen und alles ging Schlag auf Schlag. Ein Jahr später Hochzeit, nach einem weiteren Jahr Umzug nach Heiligengrabe und Geburt ihres Sohnes Bosse. Mittlerweile ist die Familie mit der zweijährigen Tochter Milu komplett. „Wir wurden hier offen empfangen und stellen immer wieder fest, dass der Dorfverbund intensiv ist“, sagen beide.

Die 30 Jahre alte Annett Witt stammt aus der Prignitz und wuchs in Pritzwalk auf. Dann übernahm ihr Vater Hartmut Eckert im Jahr 2000 die neue Gaststätte „Klosterhof“ in Heiligengrabe. „Ich wollte mit 14 nicht hierher“, erinnert sich Annett Witt. Heute ist alles anders: „Ich möchte nicht zurück nach Pritzwalk.“

Seit acht Jahren dreht sich das Leben der beiden um den „Klosterhof“. Er ist Küchenchef und sie sorgt sich um das Wohl der Gäste, bedient, serviert und steht für alle Fragen zur Verfügung.

Dann der große Schritt: Hartmut Eckert ging Ende März dieses Jahres in den Ruhestand und am 1. April gründete Annett Witt den „Klosterhof“ neu. „Wir haben eineinhalb Jahre um den Pachtvertrag gerungen, und zwischenzeitlich wollten wir schon wegziehen“, räumen beide ein. Die Tür zur Ostsee stand für sie wieder ganz offen. „Wir hatten ein gutes Angebot aus Schleswig-Holstein“, sagt Sebastian Witt.

Doch Heiligengrabe scheint wie gemacht für die Familie. „Das ist eine echte Luxussituation, denn Kita und Grundschule sind vor Ort“, sagt Sebastian Witt. Sie fügt hinzu: „Unsere Familie unterstützt uns und unsere Kinder sehr viel und der Zusammenhalt ist groß.“ Anders könnte das Unternehmen „Klosterhof“ nicht gestemmt werden, wissen sie. Auch im Team der fünf Mitarbeiter herrscht ein gutes Klima. „Wir sind eine große Familie und kennen untereinander die Familiensituationen“, so Annett Witt.

Als Koch hat Sebastian Witt seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Stück für Stück rückte immer mehr die regionale Küche auf die Speisekarte. „Wir sind regional verbunden und jede Region bietet tolle Sachen“, lautet sein Leitspruch. Fisch von der Müritz, Rindfleisch aus Putlitz und Wild aus dem Stiftsforst – er veredelt mit seinen beiden Köchen die Produkte.

Mittlerweile wechselt alle sechs Wochen die Karte – auch das ist ein Zeichen für die regionale Küche. „Nicht jedes Produkt ist ganzjährig verfügbar – es geht auch um das Bewusstsein für das Essen“, so der Küchenchef.

Annett Witt nennt ihren Mann liebevoll „Kräuterfee“. Jeden Morgen streift er eine Stunde lang durch die Klosteranlage und sammelt bis zu 30 Kräuter. Die verarbeitet er zu Salaten, Saucen und Cremes.

„Kräuter sind ein interessantes Thema und wegen der räumlichen Nähe zum Kloster bietet sich das an“, findet er. Dann sagt das Paar noch: „Heiligengrabe ist ein schönes Fleckchen Erde.“

Von Christamaria Ruch

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