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Gastwirtin seit drei Generationen

Dabergotz Gastwirtin seit drei Generationen

Es ist aus Dabergotz nicht wegzudenken: das Gasthaus Paries, das seit 1929 in Familienbesitz ist. Es ist beliebt bei Truckern und an den Wochenenden für Familienfeiern ausgebucht. Alles kommt frisch zubereitet auf den Tisch. Doch Gastwirtin Rosemarie Schofer denkt daran, das Gasthaus zu schließen. Sie hat keine Nachfolgerin. Damit ginge eine Ära zu Ende.

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Mutter und Tochter vor der Traditionsgaststätte.

Quelle: FOTO: Peter Geisler

Dabergotz. Es ist aus Dabergotz nicht wegzudenken: das Gasthaus Paries, das seit 1929 in Familienbesitz ist. Aber alles hat einmal ein Ende. „Ein genaues Datum steht noch nicht fest“, sagt Gastwirtin Rosemarie Kofer. Klar ist allerdings, dass weit und breit kein Nachfolger in Sicht ist. Ihre Mutter, die bis ins hohe Alter in der Gaststätte mitgeholfen hat, lebt nun in einem Seniorenheim. Rosemarie Schofers Tochter Susanne Lehmann will das Geschäft nicht übernehmen.

Alles hat einmal ein Ende

Rosemarie Schofer will noch ein Jahr durchhalten, wenn es gesundheitlich klappt. Aber: „Ich möchte nicht mit 100 Jahren noch hinterm Tresen stehen“.

Sie ist mit der Gaststätte, deren Grundstein ihre Großmutter Jenny Paries 1929  legte, groß geworden. Zunächst betrieb sie nur einen Ausschank in dem Haus, das ehemals zum Dabergotzer Gutshaus gehörte. Doch schon kurze Zeit nach der Eröffnung ließ sie das Haus zur Gaststätte umbauen.

Die Kriegsjahre setzten der Geschäftsfrau sehr zu, doch die Zeiten wurden wieder besser. Sohn und Schwiegertochter übernahmen den Betrieb. Die Gaststätte wurde Anlaufstelle für Sportler, Lastwagenfahrer und Arbeiter. 1985 übernahm Rosemarie Schofer das Geschäft von ihrem Vater Arnold.

Durch Baustelle weniger Gäste

Trucker fahren das Gasthaus, das günstig an der Autobahnausfahrt liegt und über einen großen Parkplatz verfügt, nach wie vor an. Sie haben im Gastraum sogar einen eigenen Stammtisch. Im vergangenen Jahr hatte Rosemarie Schofer harte Zeiten durchzustehen. Die B 167 durch Dabergotz war wegen Bauarbeiten ab Mai voll gesperrt. „Wir haben uns während der Bauphase so durchgeschlagen“, sagt Rosemarie Schofer. Damit erging es ihr besser als Ines Bennewitz, die ihren Imbiss in Dabergotz schließen musste, weil sie keine Kunden mehr hatte. Wie bei ihr blieb auch im Gasthaus Paries die Laufkundschaft aus, die Bauarbeiter kamen auch nicht zum Essen. Sie wissen nicht, was ihnen entgangen ist.

Alles kommt frisch auf den Tisch

Denn alles, was in der Gaststätte mit der Einrichtung der 1960er Jahre auf den Tisch kommt, ist frisch zubereitet. Bewertungen im Internet loben beispielsweise die selbst gemachten Bratkartoffeln über den grünen Klee. Ein Traum, schreibt ein Gast. Bauernfrühstück, Schnitzel, alles deftige Hausmannskost. Es gibt viel Platz in dem Gebäude, in dem viele Familienfeiern ausgerichtet werden, aber auch Vereine wie der Seniorenclub des Arbeiter-Samariter-Bundes sich regelmäßig treffen. Jetzt kommt auch wieder Laufkundschaft wie ein älteres Ehepaar aus Rheinsberg, das auf der Durchfahrt ist. Es habe gut geschmeckt. Die Gaststätte habe einen guten Leumund, sagen beide. Sie kennen das Gasthaus von früher. 1969 waren sie dort zu einer Hochzeit eingeladen, auch einen 95. Geburtstag haben sie dort gefeiert. Nun sind sie zum Mittagessen eingekehrt. Ob zum letzten Mal, wird sich zeigen.

Von Dagmar Simons

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