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Ostprignitz-Ruppin Gebäudekomplex vor dem Verkauf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gebäudekomplex vor dem Verkauf
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18:01 07.12.2016
Der Gebäudekomplex Markt 5 bis 7 in Freyenstein stammt aus dem Jahre 1984 und erfordert für die weitere Nutzung einen hohen Sanierungsaufwand. Quelle: Christamaria Ruch
Freyenstein

Der Marktplatz in Freyenstein steht vor einem weiteren Umbruch. Nach dem im Sommer abgewickelten Verkauf des ehemaligen Rathauses (die MAZ berichtete) hat die Stadt Wittstock nun das Wohn- und Geschäftshaus Markt 5 bis 7 zum Verkauf ausgeschrieben. Mit einem privaten Interessenten aus der Region steht die Verwaltung bereits im Gespräch. In dem Objekt befinden sich elf Wohneinheiten sowie eine 530 Quadratmeter große Gewerbefläche.

Der Grund für den Verkauf erläutert Jean Dibbert, Sprecher der Stadtverwaltung Wittstock: „In dieser Häuserzeile befindet sich eine geschlossene Heizungsanlage, die nun extrem unwirtschaftlich läuft und es ist schwierig, alles frostfrei zu halten.“

Der Gebäudekomplex am Markt stammt aus dem Jahre 1984. Die Heizung wurde Anfang der 1990er Jahre von Schwerkraft auf Öl umgestellt. Die Gebäude- und Wohnungsverwaltungs-Gesellschaft (GWV) Wittstock verwaltet die Immobilie im Auftrag der Stadt. Insgesamt 57 Wohneinheiten betreut die GWV in Freyenstein.

Im Frühjahr vorigen Jahres schloss die am Markt ansässige Gewerbeeinheit Centerkauf ihre Türen. Seitdem verwaist zusehends das Areal. „Wenn der Hauptmieter wie hier der Centerkauf aus einem Komplex raus ist, wird es ganz schnell unwirtschaftlich“, betont Stadtsprecher Dibbert. Aus den insgesamt elf Wohneinheiten verließen die Mieter in einem „schleichenden Prozess“ (O-Ton Dibbert) das Gebäude. Bis Ende November waren nur noch drei Wohnungen belegt. Mit allen drei Mietparteien führte die Stadt im Vorfeld der Ausschreibung Gespräche. Inzwischen zog eine Familie aus und wechselte innerhalb des Ortes. „Ein Mieter sucht sich allein eine Wohnung und für den anderen Mieter bieten wir gerade eine Alternative in einem anderen GWV-Objekt in der Alten Burgstraße in Freyenstein an“, sagt Dibbert. Denn: „Das Geld, das die Stadt am Markt 5 bis 7 einspart, kann in dem anderen Objekt investiert werden.“

Auf eine Ausschreibung hatte sich niemand gemeldet

Auf die inzwischen abgelaufene Ausschreibung hatte sich niemand gemeldet. Der Interessent aus der Region hatte bereits zuvor mit der Stadt Kontakt aufgenommen. „Es geht um einen geordneten Verfahrensablauf, der auch eine Veröffentlichungspflicht des Verkaufes umfasst“, sagt der Stadtsprecher. „Nun soll der Interessent ein Konzept vorlegen. Es gibt keine Nutzungsauflagen, aber es wäre wünschenswert, wenn sich dort wieder ein Markt ansiedelt“, sagt Jean Dibbert.

„Das alles kann ich nicht verstehen, ich habe auch keine Information erhalten, dass das Objekt verkauft werden soll“, sagt Ortsvorsteher Manfred Engel auf MAZ-Nachfrage. „Diese Politik ist nicht nachvollziehbar, denn von Seiten der Stadt heißt es: Wer eine schöne Wohnung haben will, soll nach Wittstock ziehen. Für eine Haussanierung in Wittstock werden mehr als vier Millionen Euro investiert, um 21 Wohnungen zu schaffen.“

Freyensteins Ortsvorsteher fühlt sich schlecht informiert

Engel bezieht sich auf die ehemalige Tuchfabrik Am Rosenwinkel in Wittstock. „Hier im Ort fehlt aber das Geld für die Sanierung der Wohnungen“, so Manfred Engel. Er gibt zu, mit Blick auf diese Entwicklung immer mehr zu resignieren. „Das beides darf nicht vermischt werden“, entgegnet Jean Dibbert. Und: „Für ein Sanierungsgebiet in der Stadt Wittstock liegen ganz andere Fördermöglichkeiten vor, als wenn in Freyenstein viel in die Sanierung gesteckt wird und dann doch Leute wieder aus dem Objekt ausziehen.“

Von Christamaria Ruch

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