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Ostprignitz-Ruppin Gebühren für Reitinternat sollen steigen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gebühren für Reitinternat sollen steigen
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00:17 22.10.2016
Ihren jüngsten großen Auftritt hatten die Teilnehmer des Neustädter „Reitens in der Schule“ bei den Hengstparaden. Quelle: Alexander Beckmann
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Neustadt

Eltern von Internatsschüler in Neustadt werden künftig wohl tiefer in die Tasche greifen müssen. Das Amt plant eine deutliche Erhöhung der Gebühren für die Unterbringung im Internat Mühle Spiegelberg. Bei seiner Sitzung am Dienstag empfahl der Hauptausschuss des Amtes, diesem Vorschlag zu folgen.

Grundlage der Erhöhung sind Kalkulationen, die bereits im Jahr 2014 erfolgten. Demnach verursachte das Internat damals jährliche Kosten von rund 465 000 Euro. Bei einer Auslastung mit 65 Bewohnern hätte man also Gebühren von knapp 600 Euro pro Monat und Kind erheben müssen. Seit der Eröffnung des Internats 2010 liegen die Gebühren bei 590 Euro. Allerdings erreichte die Auslastung nie das erhoffte Maß. Derzeit werden 55 Schüler im Haus betreut. Das bedeutet, dass jeder von ihnen mindestens 700 Euro zahlen müsste, um die Kosten zu decken. Als Folge ist das Internat auf Zuschüsse aus dem Amtshaushalt angewiesen.

Das 2010 eröffnete Reitschülerinternat in der Mühle Spiegelberg ist nicht komplett ausgelastet. Quelle: André Reichel

Mit der vorgeschlagenen neuen Monatsgebühr von 650 Euro will das Amt dieses Defizit verringern. Schüler aus Brandenburg zahlen dank Landeszuschüssen übrigens deutlich weniger als die Standardgebühr: derzeit 170 Euro. Künftig wären es 200 Euro. „Wenn das beschlossen wird, würden die Eltern ein Schreiben bekommen, dass sich der Beitrag zum 1. Februar erhöht“, kündigte Amtsleiterin Kathrin Lorenz an.

Den Vertretern der amtsangehörigen Gemeinden ging das bei der Sitzung am Dienstag aber nicht weit genug. „Das wären also noch 50 Euro pro Schüler und Monat, die wir als Amt zuzahlen“, fasste die Zernitz-Lohmer Bürgermeisterin Sigrid Schumacher zusammen. Ihre Meinung: „Wenn das Kind reiten will, müssen die Eltern auch vernünftig dafür zahlen.“

Der Dreetzer Bürgermeister Bernd Schindler machte aus seiner Ablehnung ebenfalls keinen Hehl. Die Gemeinden seien seit Jahren gezwungen, auf jeden Euro zu gucken: „Wir müssen davon weg, dass wir da jedes einzelne Kind noch sponsern. Das Internat ist ein Fass ohne Boden. Das geht so nicht weiter.“

Andere stießen ins selbe Horn. Gerhard Wilke, Bürgermeister von Stüdenitz-Schönermark, forderte: „Man sollte einen Schnitt machen und den Leuten sagen: Wir werden das nicht weiter sponsern.“ Der Bürgermeister von Sieversdorf-Hohenofen, Hermann Haacke, ging noch weiter: „Zur Not müssen wir das Internat zumachen. Wir können uns so was nicht leisten.“

Der Breddiner Bürgermeister Reinhard Neumann sah das im Grunde ähnlich, wollte aber nicht ganz so weit gehen. Er schlug vor, die Internatsgebühren regelmäßig an die tatsächlichen Kosten anzupassen – in kleinen Schritten. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass die Auslastung noch weiter sinkt und damit das Defizit steigt. „Wir haben vielleicht versäumt, so eine Dynamik von Anfang an mit einzubauen.“ Sigrid Schumacher ergänzte diesen Vorschlag noch um die Forderung, die Amtsverwaltung möge über die Einnahme- und Ausgabesituation des Internats regelmäßig Bericht erstatten.

Mit diesen Änderungen sprach sich der Hauptausschuss des Amtes für die neuen Internatsgebühren aus. Wenn der Amtsausschuss bei seiner Sitzung am 21. November ebenfalls zustimmt, werden die Eltern von Internatsschülern demnächst also mehr zahlen müssen.

Von Alexander Beckmann

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