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Ostprignitz-Ruppin Geburtstagsständchen im Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Geburtstagsständchen im Neuruppin
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00:29 03.10.2015
Jochen Mandernach in seinem Garten. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Als Jochen Mandernach sich nach einem längeren Gespräch verabschiedet, sagt er: „Wir kämpfen weiter!“. Ein Spruch, der bestens zu ihm passt. Trockener Humor, feine Ironie – sie fallen an Mandernach als Allererstes auf. Am Donnerstag feiert Mandernach seinen 90. Geburtstag in Neuruppin. Die Sänger vom Möhring-Chor, ein paar Ruppiner Wanderfreunde und auch einige Kanusportler werden kommen. Im Rosengarten werden zahlreiche Stühle besetzt sein. Mandernach hat in Neuruppin viele Strippen gezogen.

Von sich selbst sagt Mandernach, er sei „ein beständiger Typ“. Seit 57 Jahren ist er Mitglied im Alt Ruppiner Möhring-Chor. Nur ein alter Herr singt noch länger mit. Die Probe am Montag um 20 Uhr ist seit Jahrzehnten eine feste Größe in Mandernachs Terminplan. Zwar fehlt sein Tenor inzwischen bei dem einen oder anderen Konzert. Doch die Probe lässt Mandernach auf keinen Fall sausen. Auch die Radtour nicht, zu dem die inzwischen meist etwas älteren Herren am Sonnabend aufbrechen werden. „Ich bin einfach ein geselliger Mensch.“ Früher, sagt Mandernach, hätten die Sänger des Männerchors nach der Probe noch zusammengesessen und ein Bier gehoben. „Heute müssen alle immer gleich nach Hause“, bedauert er. „Ein Jammer ist das.“ Mandernach selbst hatte immer Spaß am Zusammensein in der Männertruppe. Als er den Chor bei einem Konzert Anfang der 50er Jahre auf dem Alt Ruppiner Schützenplatz zum ersten Mal hörte, war er sofort begeistert. „Da gehste mal hin“, dachte er sich.

Aufgewachsen ist er in der Kneipe

Aufgewachsen sei er „in der Kneipe“, sagt Mandernach: im Neuruppiner Friedrichshof, den seine Mutter und seine Oma einst führten. Schon als Heranwachsender hilft er dort aus, steht am Zapfhahn, sticht die schweren Fässer an. Nach dem Krieg und fünf Jahren Kriegsgefangenschaft in Russland arbeitet er dort weiter. Später geht er zur Post, schweißt für Huch-Behälterbau und wird schließlich vom Deutschen Turn- und Sportbund angeworben, für den er junge Talente sucht.

Mandernach selbst war immer ein leidenschaftlicher Sportler. Als junger Mann fuhr er mit dem Fahrrad durch Frankreich und Italien. Später engagierte er sich als Übungsleiter für die Kanuten so sehr, dass ihn seine Familie kaum sah. Gemeinsam mit einem Sportkameraden gründete er die Ruppiner Wanderfreunde. Doch Mandernach mag nicht nur das gemütliche Wandertempo: 13 mal nahm er am Rennsteig-Lauf teil, Marathon-Distanz im Mittelgebirge. „Das hat Spaß gemacht“, sagt er. „Beim Rennen bin ich zäh.“ Mit Sonntagsläufen bis hoch zur Boltenmühle bereitete er sich auf den Crosslauf vor.

Heute arbeitet Mandernach noch fast täglich im Garten. „600 Quadratmeter“, sagt er mit einem leisen Lächeln. „Ich habe diesen Garten nun mal mitgeheiratet.“ Die Bäume im Garten beschneidet er selbst, die Strecke bis zur Kolonie „Abendfrieden“ radelt er. Doch auch ihm, dem ehemaligen Langstreckensportler, fällt das Auf- und Absteigen vom Rad inzwischen schwerer. Seit Längerem überlegt er deshalb, ein Dreirad zu kaufen. Geburtstagsgäste, die mögen, können beim Fest eine kleine Spende zurücklassen. Für die Spendendose hat er bereits ein altes Kindheitsfoto herausgesucht. Zu sehen ist der heute 90-Jährige als kleiner Junge mit hoch gezogenen Kniestrümpfen und stolzem Blick. Neben ihm ein Dreirad.

Von Frauke Herweg

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