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Ostprignitz-Ruppin Gedenken in den Kleeblattstädten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gedenken in den Kleeblattstädten
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00:24 18.11.2015
Auch in Kyritz wurde der Kriegs- und Gewaltopfer gedacht. Quelle: Beckmann
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Kyritz

Sowohl in Kyritz als auch in Neustadt und Wusterhausen bot der gestrige Volkstrauertag wieder Anlass für Gedenkveranstaltungen. Wie immer standen bei den Treffen auf den örtlichen Friedhöfen die Opfer von Krieg und Gewalt im Mittelpunkt.

Angesichts der Pariser Terroranschläge vom Freitagabend bekam das Gedenken einen überaus aktuellen Anlass. In Kyritz widmete der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Thomas Settgast seine kurze Ansprache spontan den weit über 100 Todesopfern und den vielen Verletzten. Ihnen und vor allem auch den Angehörigen und Freunden der Betroffenen sprach er sein Mitgefühl aus. Settgast äußerte die Sorge, dass der Terrorismus auch in Zukunft eine der größten Herausforderungen bleiben wird. Eine schnelle Lösung des Problems sei nicht in Sicht. Zugleich sprach es sich nachdrücklich dafür aus, dem Terror nicht nachzugeben: „Wir müssen ohne Frucht leben.“

Mit einer Schweigeminute, mit Kranzniederlegungen am Gedenkstein für die Kriegsopfer, mit Trompetenklängen und einem geistlichen Beitrag schlossen sich etwa 20 Kyritzer dem Gedenken an. Schülerinnen der Carl-Diercke-Schule lasen Texte zu den Schrecken von Krieg und Gewalt.

Die Stadt Kyritz unterhält enge partnerschaftliche Beziehungen zum nordfranzösischen Bailleul. Der Vorsitzende des Internationalen Clubs Kyritz Wolfgang Zander hat in einem Schreiben an die französischen Partner auf die Ereignisse vom Freitag reagiert. Er schreibt: „Mit großer Betroffenheit mussten wir die furchtbare Nachricht über den terroristischen Angriff in Paris, auf Euer Land, erfahren. Dieser barbarische Akt mit den vielen Toten und Verletzten ist für uns alle unfassbar.“ Die Mitglieder des Internationalen Clubs Kyritz verurteilen den terroristischen Akt aufs Schärfste. „Ich kann Euch versichern, dass wir in Gedanken bei Euch, bei den Betroffenen und deren Familien sowie bei allen Freunden und Bürgern Frankreichs sind“, heißt es weiter. Abschließend betont der Vereinsvorsitzende: „Lasst uns dieses Verbrechen zum Anlass nehmen, noch stärker für ein geeintes Europa zusammenzustehen.“

Der Volkstrauertag wird in Deutschland in seiner heutigen Form seit 1952 begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. In Kyritz nahmen Mitglieder der Partei Die Linke den Gedenktag wie seit Jahren schon zum Anlass, um auch am Friedhof der Gefallenen der Roten Armee und am Denkmal für die Opfer des Naziregimes Blumen niederzulegen. Sie blieben dabei weitgehend unter sich.

Von Alexander Beckmann

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