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Gedenkstätte für Friedrich Justus Perels

Lindow Gedenkstätte für Friedrich Justus Perels

Auf dem Lindower Klostergelände soll eine kleine Gedenkstätte für Friedrich Justus Perels entstehen. Derzeit sammeln die Stiftsbewohner Materialien zu dem von den Nazis ermordeten Widerstandskämpfer. Im kommenden Jahr wird die Gedenkstätte voraussichtlich eröffnen.

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Im Perelshaus soll eine Klosterbibliothek mit theologischer Literatur entstehen. Gleich daneben ist der Perelsraum geplant.

Quelle: Peter Geisler

Lindow. Im Lindower Perelshaus wird voraussichtlich im kommenden Jahr eine kleine Gedenkstätte für den 1945 von Nazis ermordeten Widerstandskämpfer Friedrich Justus Perels eröffnen. In einem Raum sollen Materialien und Dokumente zum Lebens Perels zu sehen sein, kündigte der Vorsitzende des Stiftskapitels Horst Borgmann an. Er will in den kommenden Wochen unter anderem mit dem Politikwissenschaftler Joachim Perels, dem in Hannover lebenden Sohn Perels, Kontakt aufnehmen. „Wir hoffen, auch einige persönliche Gegenstände zeigen zu können.“

Perels war ein Weggefährte von Dietrich Bonhoeffer. „Leider ist viel zu wenig über Perels bekannt“, sagt Borgmann. Zwar ist ein Platz in Berlin nach Perels benannt. Eine Gedenkstätte oder ein kleines Museum, das an ihn erinnert, gibt es jedoch nicht. Auch deshalb hatten Bewohner des Klosterstiftes vorgeschlagen, ihn in Lindow zu würdigen.

In Lindow war Perels nie

Perels ist niemals in Lindow gewesen. Gleichwohl ist er Namensgeber des Perelshauses, der Mitte der 50er-Jahre erbauten, früheren Tagungsstätte der Evangelischen Akademie Berlin-Brandenburg. Der damalige Landesbischof hatte vorgeschlagen, das Haus nach Perels zu benennen. Seit 2003 erinnert auch eine Tafel in Lindow an den Weggefährten Bonhoeffers.

Das Perelshaus soll im kommenden Jahr umgebaut werden. Nachdem vor drei Jahren das Dach und die Hülle des Hauses saniert worden waren, will das Stiftskapitel dort jetzt im Ober- und Dachgeschoss Wohnungen einrichten lassen. Zugleich sollen der Tagungssaal und angrenzende Räume im Erdgeschoss für Tagungsgäste hergerichtet werden. Borgmann hofft, dass er für den Umbau der untereren Etage Leader-Fördermittel bekommt. Einen entsprechenden Antrag will er bis September stellen.

Von Frauke Herweg

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