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Ostprignitz-Ruppin Gefährlicher Spielplatz gesperrt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gefährlicher Spielplatz gesperrt
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00:34 05.09.2015
Spielen verboten. Ein Bauzaun und Flatterband grenzt die Anlage in Zaatzke ab. Quelle: Björn Wagener
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Zaatzke

Ein Bauzaun und Flatterband umgeben das Spielgerät in Zaatzke. Die Kinder aus dem Heiligengraber Ortsteil müssen vorerst auf den Kletterspaß verzichten. Denn die jüngste Hauptinspektion ergab: Das hölzerne bunte Freizeitparadies für die Jüngsten wird als nicht mehr standsicher eingestuft und musste deshalb gesperrt werden. Grund: Einige Balken der Konstruktion seien verwittert oder gar verfault. Darüber informierte Ortsvorsteher Mathias Wolter auf der jüngsten Beiratssitzung in dieser Woche. Was nun aus dem Spielgerät werden soll, sei noch nicht endgültig entschieden. Es gebe zwei Möglichkeiten: reparieren oder abreißen. Ob sich eine Reparatur noch lohnt, hänge vor allem von den Kostenschätzungen ab, die bislang noch nicht vollständig vorlägen. Vielleicht wäre die Anlage tatsächlich noch zu retten, doch Wolter gibt auch zu bedenken: Mit einer Reparatur wäre lediglich Zeit gewonnen. Spätestens in zehn Jahren, so vermutet er, stehe man wieder vor diesem Problem. Sollte das Gerät tatsächlich abgerissen werden, so entstünde dort lediglich eine Grünfläche, hieß es auf der Sitzung.

Schönes Spielgerät, aber zu gefährlich für Kinder. Morsches Holz führte zur Sperrung des Spielplatzes. Quelle: Björn Wagener

Für die Kinder im Ort wäre das sicher keine gute Nachricht. „Denn sie kamen öfter mal, um dort zu spielen“, sagt Grit Koch, die Leiterin der Kindertagesstätte „Gänseblümchen“, die sich gleich nebenan befindet. Auf den Kita-Betrieb habe der Zustand des Spielplatzes allerdings keinen Einfluss. „Wir haben ja unsere eigenen Spielgeräte auf dem Gelände. Die jetzt abgesperrte Anlage war ja vor allem für die Dorfkinder gedacht.“ Doch ganz gleich, ob es um Spielanlagen im öffentlichen Bereich oder an Kindertagesstätten geht: Die jährliche Hauptinspektion müssten alle bestehen, um betrieben werden zu können, sagt Arno Beck vom Bauamt der Gemeinde Heiligengrabe. Außerdem würden auch Bauhofmitarbeiter jede Gelegenheit für einen prüfenden Blick nutzen. Laut Arno Beck verfüge jeder Ortsteil über einen öffentlichen Spielplatz, außer Glienicke – und jetzt eben auch Zaatzke. Alle übrigen befänden sich in gutem Zustand.

Bauamt: „Hatten zwischendurch auch Reparaturen“

Allerdings fielen an sämtlichen Spielgeräten oft kleinere Arbeiten an – von der nachzuziehenden Schraube bis zum Austausch einzelner Teile. Der Spielplatz in Zaatzke sei zwar ein Nachwendebau, aber dennoch schon viele Jahre alt. „Wir hatten dort auch zwischendurch schon mal Reparaturen. Irgendwann ist die Lebensdauer einfach am Ende. Das ist ein ganz normaler Prozess“, sagt Arno Beck und verweist darauf, dass erst im vergangenen Jahr eine Doppelschaukel in Wernikow habe entfernt werden müssen, weil das Holz aus dem sie bestand, zu stark verwittert gewesen sei.

Von Björn Wagener

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