Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Gefährliches Einsteigen für Kinder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gefährliches Einsteigen für Kinder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:51 22.10.2013
Nur an einer Seite der Freyensteiner Marktstraße gibt es einen überdachten Platz zum Warten auf den Bus. Quelle: Uta Köhn
Anzeige
Freyenstein

Deswegen hat sich Jeanette Finke, deren Tochter die 1.Klasse in der Wittstocker Waldringschule besucht, jetzt an den Freyensteiner Ortsbeirat gewandt. "Kann man nicht an der Mauer eine Überdachung bauen, damit die Kinder morgens nicht im Regen stehen?", fragte sie. "Es ist gefährlich. Wenn die Kinder den Bus kommen sehen, laufen sie aufgeregt über die Straße." Wenn ein Dach an der Kirchmauer nicht möglich sein sollte, wäre das Umverlegen der Bushaltestelle in Richtung Wittstock in Richtung Schloss vielleicht eine Alternative - unter der Voraussetzung, dass eben dort eine Unterstellmöglichkeit geschaffen würde.

Dass an die Mauer ein Dach montiert wird, hielten die Mitglieder des Ortsbeirates bei ihrer Sitzung in dieser Woche für aussichtslos. Deswegen wurde überlegt, an welcher Stelle eine Haltestelle sinnvoll wäre. Die erste Idee: Der Bus solle auf den Marktplatz fahren. Die Kinder und andere Wartende könnten bei schlechtem Wetter zunächst in der Tordurchfahrt des einstigen Rathauses auf den Bus warten. Dann wären die Kinder von der befahrenen Marktstraße weg. "Da ist es ja auch ziemlich gefährlich", sagte Birgit Kanzler, die als Vertreterin der Stadtverwaltung an der Sitzung teilnahm. Jedoch müsste der Bus, wenn er auf dem Marktplatz halten soll, durch die enge Burgstraße fahren, was, wenn dort Autos parken, problematisch werden könnte.

Und dann wurde eine weitere Idee ins Spiel gebracht: Der Tunnel. Das ist eine Haltestelle, die in einem Gebäude auf der östlichen Seite der Marktstraße ausgespart ist. Dort könnten sie einsteigen, denn der Bus, der aus Richtung Wittstock kommt, wendet in Freyenstein und fährt dann zurück. Die Kinder würden sozusagen eine Ehrenrunde durch das Städtchen drehen. Doch so einfach und kostengünstig sich diese Lösung auch anhört, ist sie nicht. "So etwas ist nicht üblich", sagt Bodo Libert, der Leiter der Wittstocker Niederlassung der Ostprignitz-Ruppiner Nahverkehrsgesellschaft (ORP) und erklärt, dass es sich um zwei Linien handelt. "Die aus Wittstock kommende Linie endet am Plauer Tor. Bis zur Wendeschleife handelt es sich um eine Betriebsfahrt. Die neue Linie beginnt an der Bushaltestelle Plauer Tor, also an der Eisdiele." Außerdem befürchtet er, dass nicht alle Kinder die Schleife mitfahren wollen, sondern lieber die vier oder fünf Minuten, die zwischen dem Halt am "Tunnel" und dem Halt an der Kirche liegen, länger schlafen wollen. "Unsere Fahrpläne sind recht eng kalkuliert. Und gerade in der kalten Jahreszeit müssen wir uns die Reserve, die wir noch haben, offen halten."

Noch gibt es seitens der Stadtverwaltung keine offizielle Anfrage. Dennoch versprach Libert, sich über diese Lösung für die Freyensteiner Fahrschüler Gedanken machen zu wollen.

Von Uta Köhn

Ostprignitz-Ruppin Schulen werden unverlangt mit oft extremistischem Material beliefert - Meistens gleich in den Schredder

Prignitzer Schulen erhalten manchmal merkwürdige, teils sogar extremistische Post. Jüngstes Beispiel: Das Pritzwalker Gymnasium bekam den 800 Seiten starken Hochglanzdruck "Atlas der Schöpfung", dessen Autor Harun Yahya die Evolution bestreitet und den Kreationismus mit dem Islam zu verbinden versucht.

22.10.2013
Ostprignitz-Ruppin Alte Rettungsleitstelle in Perleberg musste reaktiviert werden - Netzausfall von der Elbe bis zur Oder

Bis in die Prignitz wirkte sich der Netzausfall in Neuruppin am Dienstag aus. in der Potsdamer Leitstelle kamen deshalb keinerlei Notrufe aus der Prignitz und aus Ostprignitz-Ruppin an. Kurzerhand wurde die alte Regionalleitstelle in Perleberg wieder aktiviert.

17.10.2013
Ostprignitz-Ruppin Kyritz braucht Kredit für Brücken-Mehrkosten - Jäglitzbrücke wird teurer

Die Kyritzer Stadtverordneten haben bei ihrer Sitzung am Mittwochabend mit deutlicher Mehrheit einem 600000-Euro-Kredit zugestimmt. Damit werden die Mehrkosten beim Bau der Jäglitzbrücke aufgefangen.

22.10.2013
Anzeige