Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Gefährliches Einsteigen für Kinder

In Freyenstein fehlt eine Überdachung an der Bushaltestelle Gefährliches Einsteigen für Kinder

Morgens, zehn nach sieben in Freyenstein. Der Schulbus kommt. Die Kinder laufen über die Straße. Vor allem tun sie das an regnerischen Tagen, denn an der Kirchenmauer, wo sich eine der Freyensteiner Bushaltestellen befindet, gibt es keine Überdachung und die Kinder warten im sogenannten "Tunnel" auf den Bus.

Voriger Artikel
Netzausfall von der Elbe bis zur Oder
Nächster Artikel
Neuruppin hofft auf Ideen für die Zukunft

Nur an einer Seite der Freyensteiner Marktstraße gibt es einen überdachten Platz zum Warten auf den Bus.

Quelle: Uta Köhn

Freyenstein. Deswegen hat sich Jeanette Finke, deren Tochter die 1.Klasse in der Wittstocker Waldringschule besucht, jetzt an den Freyensteiner Ortsbeirat gewandt. "Kann man nicht an der Mauer eine Überdachung bauen, damit die Kinder morgens nicht im Regen stehen?", fragte sie. "Es ist gefährlich. Wenn die Kinder den Bus kommen sehen, laufen sie aufgeregt über die Straße." Wenn ein Dach an der Kirchmauer nicht möglich sein sollte, wäre das Umverlegen der Bushaltestelle in Richtung Wittstock in Richtung Schloss vielleicht eine Alternative - unter der Voraussetzung, dass eben dort eine Unterstellmöglichkeit geschaffen würde.

Dass an die Mauer ein Dach montiert wird, hielten die Mitglieder des Ortsbeirates bei ihrer Sitzung in dieser Woche für aussichtslos. Deswegen wurde überlegt, an welcher Stelle eine Haltestelle sinnvoll wäre. Die erste Idee: Der Bus solle auf den Marktplatz fahren. Die Kinder und andere Wartende könnten bei schlechtem Wetter zunächst in der Tordurchfahrt des einstigen Rathauses auf den Bus warten. Dann wären die Kinder von der befahrenen Marktstraße weg. "Da ist es ja auch ziemlich gefährlich", sagte Birgit Kanzler, die als Vertreterin der Stadtverwaltung an der Sitzung teilnahm. Jedoch müsste der Bus, wenn er auf dem Marktplatz halten soll, durch die enge Burgstraße fahren, was, wenn dort Autos parken, problematisch werden könnte.

Und dann wurde eine weitere Idee ins Spiel gebracht: Der Tunnel. Das ist eine Haltestelle, die in einem Gebäude auf der östlichen Seite der Marktstraße ausgespart ist. Dort könnten sie einsteigen, denn der Bus, der aus Richtung Wittstock kommt, wendet in Freyenstein und fährt dann zurück. Die Kinder würden sozusagen eine Ehrenrunde durch das Städtchen drehen. Doch so einfach und kostengünstig sich diese Lösung auch anhört, ist sie nicht. "So etwas ist nicht üblich", sagt Bodo Libert, der Leiter der Wittstocker Niederlassung der Ostprignitz-Ruppiner Nahverkehrsgesellschaft (ORP) und erklärt, dass es sich um zwei Linien handelt. "Die aus Wittstock kommende Linie endet am Plauer Tor. Bis zur Wendeschleife handelt es sich um eine Betriebsfahrt. Die neue Linie beginnt an der Bushaltestelle Plauer Tor, also an der Eisdiele." Außerdem befürchtet er, dass nicht alle Kinder die Schleife mitfahren wollen, sondern lieber die vier oder fünf Minuten, die zwischen dem Halt am "Tunnel" und dem Halt an der Kirche liegen, länger schlafen wollen. "Unsere Fahrpläne sind recht eng kalkuliert. Und gerade in der kalten Jahreszeit müssen wir uns die Reserve, die wir noch haben, offen halten."

Noch gibt es seitens der Stadtverwaltung keine offizielle Anfrage. Dennoch versprach Libert, sich über diese Lösung für die Freyensteiner Fahrschüler Gedanken machen zu wollen.

Von Uta Köhn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg