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Ostprignitz-Ruppin Gefahr durch marodes Haus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gefahr durch marodes Haus
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19:49 13.07.2017
Das Haus an der Ecke Schulzenstraße und August-Bebel-Straße braucht Stahlanker im Mauerwerk, damit der Putz entfernt werden kann. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Weil Teile eines völlig heruntergekommenen Wohnhauses auf den Gehweg fallen, bleibt die August-Bebel-Straße bis auf Weiteres halbseitig gesperrt. Zwischen der Schulzen- und der Virchowstraße ist die Fahrbahn nur noch auf einer Spur zu benutzen. Die andere wird von breiten Bauzäunen abgesichert.

Eigentümer des Hauses ist die Stadt Neuruppin. Die will den maroden Altbau aber schon länger loswerden. Vor Kurzem hatten die Stadtverordneten beschlossen, das heruntergekommene Gebäude an die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft NWG zu übertragen. Die ist eine hundertprozentige Tochterfirma der Stadt und weit und breit der größte Vermieter.

Das Verfahren zur Übergabe des Hauses läuft gerade. Genau jetzt fordert der Landkreis, dass an dem abgewirtschafteten Haus sofort etwas unternommen werden muss, um das Umfeld vor Schaden zu bewahren. Immer wieder kommt es vor, dass Putz auf den Gehweg fällt. Das Bauordnungsamt des Kreises verlangt sicherzustellen, dass keine Menschen verletzt oder Fahrzeuge beschädigt werden können.

Die NWG soll das Haus von der Stadt übernehmen

„Wir als Verwalter haben sofort prüfen lassen, was wir unternehmen können“, sagt NWG-Chef Robert Liefke. Er hat veranlasst, dass der Bauzaun aufgestellt wird. Inzwischen ist auch klar, dass der so schnell nicht verschwinden wird. Liefke rechnet damit, dass die August-Bebel-Straße noch vier Woche halb gesperrt bleibt wird.

Denn das Haus zu sichern, gestaltet sich als weit schwieriger als erhofft. Es ist nicht ohne Weiteres möglich, den restlichen losen Putz abzuschlagen, damit der niemandem mehr auf den Kopf fallen kann. Das Gebäude ist in einem so schlechten Zustand, dass ein Gutachter sämtliche Arbeiten an dem Bauwerk erst einmal untersagt hat.

Liefke hatte einen Statiker zu Rate gezogen und der hat angeordnete, dass die alten, bröckeligen Mauern zuerst mit Stahlankern gesichert werden müssen, bevor dort irgendwelche anderen Arbeiten erfolgen dürfen. „Wenn der Putz abgeschlagen wird, besteht die Gefahr, dass sich Steine verschieben“, sagt der NWG-Chef. Dadurch könnte das gesamte Gebäude bedroht sein.

Mieter müssen ausziehen, auch wenn sie nicht wollen

Trotz seines schlechten Zustands ist das Haus noch immer vermietet. Und eigentlich wollen die Mieter dort auch nicht ausziehen. Denn der schlechter Zustand bedeutet auch, dass die Mieter vergleichsweise wenig für die Wohnungen bezahlen müssen.

Nach der Warnung des Statikers bleibt der NWG jetzt aber nichts weiter übrig, als das Haus kurz oder lang zu räumen. Liefke will den Bewohnern deshalb möglichst schnell eine andere geeignete Wohnung anbieten. Die muss die Wohnungsgesellschaft allerdings erst einmal in ihrem Bestand finden. Die Mieter sind nicht verpflichtet, ein Alternativangebot der NWG anzunehmen – für diesen Fall droht ihnen jetzt wohl die Kündigung.

Wohnungsgesellschaft würde am liebsten abreißen und neu bauen

Parallel dazu soll eine Firma zusätzliche Stahlanker in das Bauwerk einziehen, die das marode Mauerwerk zusammenhalten sollen. Erst danach können die Arbeiten an der Fassade erfolgen. Bis dahin bleibt der Bauzaun auf der Straße stehen.

Ob das Gebäude später saniert wird, ist zurzeit völlig ungewiss. Robert Liefke würde es lieber abreißen und durch einen modernen Neubau ersetzen lassen. Das hatte er schon in der Vergangenheit mehrfach erklärt. Doch dazu braucht er die Erlaubnis der Stadt und auch der Bauaufsichtsbehörde des Kreises. Die Ämter sind von den Ideen der Wohnungsgesellschaft jedoch nicht begeistert und würden es viel lieber sehen, wenn das historische Gebäude im Sanierungsgebiet erhalten bleibt. Doch der Aufwand dafür dürfte wesentlich höher sein als der für einen Neubau, sagt die NWG.

Von Reyk Grunow

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