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Ostprignitz-Ruppin Gefahr für die Laga befürchtet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gefahr für die Laga befürchtet
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18:09 14.03.2017
Unternehmerstammtisch im Hotel Stadt Wittstock: Dagmar Ziegler mit Detlef Beuß, der durch den Abend führte. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Das darf nicht passieren: Schienenersatzverkehr für Bahnreisende aus Richtung Berlin, die die Landesgartenschau (Laga) in Wittstock 2019 besuchen möchten. Dass es dazu aber durchaus kommen könnte, befürchtet Jürgen Paul, der Vorsitzende des Tourismusvereins Wittstocker Land. Grund: Die Bahn hat angekündigt, die Strecke zwischen Neuruppin, Rheinsberger Tor, und Kremmen vom 9. Dezember 2018 bis 1. März 2019 voll sperren zu wollen, um dann die Eisenbahnbrücken über den Ruppiner See am Neuruppiner Seedamm zu erneuern. Die Laga soll zwar erst am 18. April 2019 eröffnen, aber schon eine leichte Verzögerung des Projektes könnte die Anreise für Besucher erschweren, was unbedingt vermieden werden müsse, sagte Jürgen Paul am Montagabend auf dem Unternehmerstammtisch im Hotel Stadt Wittstock.

Direkter Draht zur Bundespolitik

Detlef Beuß, der Vorsitzende des Wittstocker Mittelstandsvereins, begrüßte neben 15 Handwerkern und Gewerbetreibenden auch Dagmar Ziegler, die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, am Unternehmerstammtisch. Die Teilnehmer nutzten den direkten Draht zur Bundespolitik, um auf Probleme hinzuweisen. So gab es einen thematischen Rundumschlag. In Sachen Kreisgebietsreform plädierte Manfred Schiewe eindringlich für einen Verwaltungssitz in Perleberg, „damit da was entsteht“. Denn Neuruppin sei ein Selbstläufer, der ohnehin gut funktioniere und in den vergangenen Jahren genug von der Zentralisierung profitiert habe. Den längeren Weg von Wittstock bis nach Perleberg sah er dabei nicht als Hindernis. Denn Bürger müssten nur selten persönlich in der Kreisverwaltung erscheinen. Dagmar Ziegler, die auch Kreistagsabgeordnete in der Prignitz ist, sagte, dass sie selbst gegen die Reform gestimmt habe, weil „die Effekte noch zu gering“ seien. „Die Verwaltung soll optimiert werden, aber andererseits sollen alle Standorte bleiben. Wo ist da die Einsparung?“ Den Bürgern müsse besser erklärt werden, wo die Vorteile einer Kreisgebietsreform lägen.

Für starke Bürgerbüros

Um Verwaltungsstrukturen ging es auch Jürgen Paul, als er „für starke Bürgerbüros“ plädierte und fand, dass die Zulassungsstelle schon viel früher wieder nach Wittstock hätte zurückgeholt werden sollen. Die Leute müssten alle Dinge direkt vor Ort erledigen können, betonte er.

Deutliche Worte fand auch Peter Stephan, der auf das Problem der Firmennachfolge hinwies. Viele Chefs würden keine Nachfolger finden, was dazu führe, dass die Anzahl von Gewerbetreibenden und Handwerksbetrieben in den kommenden Jahren merklich schrumpfen werde.

Altersarmut befürchtet

„Potenzielle Nachrücker müssen ermutigt werden, Betriebe zu übernehmen.“ Auch würden Unternehmer später verstärkt von Altersarmut betroffen sein, wenn sie sich nicht rechtzeitig um die Absicherung bei der Rentenvorsorge gekümmert haben.

Fred Wehland sagte, dass Vergabegesetze überarbeitet werden sollten, damit kleine und mittelständische Handwerksbetriebe bei Ausschreibungen überhaupt eine Chance haben. Der öffentlichen Hand solle bei Vergaben mehr Freiheiten eingeräumt werden. Darüber hinaus wurde noch eine ganze Reihe weiterer Themen angesprochen – etwa Energiepreise und Windkraft, Mindestlohn und Tarifbindung, Rückkehrerinitiativen oder auch die medizinische Versorgung. Dagmar Ziegler diskutierte mit den Unternehmern und bot zum Teil auch spätere Besuche in einzelnen Firmen an, um bestimmte Detailfragen oder Probleme noch einmal näher zu beleuchten.

Von Björn Wagener

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