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Ostprignitz-Ruppin Gefahrenbereiche zum Angucken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gefahrenbereiche zum Angucken
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02:26 29.05.2015
Auszug aus der Risikokarte für ein alle 200 Jahre mögliches extremes Hochwasser in Neustadt. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz/Neustadt

 „Die Seiten enthalten neben allgemeinen Aussagen über die Rechtsgrundlagen und die mit der Festsetzung von Überschwemmungsgebieten verfolgten Ziele auch Antworten zu speziellen Fragen. So etwa zu geltenden Beschränkungen, zum Ablauf des Verfahrens sowie zur Ermittlung der Größe des Überschwemmungsgebietes“, teilte Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade mit.

Die Pläne sind in Gefahren- und Risikokarten unterteilt und als Dateien abrufbar, jeweils untergliedert in den Stufen hoch, mittel oder extrem. Zu Hochwasser neigende Flüsse sind dabei anhand ihrer roten Markierung erkennbar. Eine hohe Gefährdung umliegender Gebiete trifft dabei auf Hochwasserereignisse mit einem Intervall von zehn bis 20 Jahren zu, was einer hohen Wahrscheinlichkeit entspricht. Mittleres Risiko ist gleichzusetzen mit einem Intervall von 100 Jahren. Extremes Hochwasser bezeichnet dagegen ein Ereignis mit entsprechend niedriger Wahrscheinlichkeit, da mit diesem nur alle 200 Jahre gerechnet wird.

Die Gefahrenkarten zeigen anhand blauer Einfärbungen, wie sich das Wasser jeweils ausbreiten könnte und welche Tiefen erreicht werden. Die Risikokarten indes lassen detailliert erkennen, um welche Flächen es sich bei den Gebieten dann konkret handelt, wie viele Einwohner, welche Häuser und selbst welche Gebäude- und Bodendenkmäler betroffen wären.

Die Beispiele Neustadt und Wusterhausen etwa: Sie ähneln sich im Vergleich. So weisen beide an der Dosse gelegenen Ortschaften bei den kurzen Hochwasserintervallen von bis zu zwei Jahrzehnten kaum oder gar keine rot markierten Bereiche auf. Über 200 Jahre betrachtet, könnten jedoch weite Teile überflutet sein. Mehrere Hundert Einwohner würden jeweils nicht nur nasse Füße bekommen.

Das den Altkreis Kyritz durchziehende und bis Wittstock reichende Dosse-Jäglitz-Flusssystem gehört zum Teileinzugsgebiet der Havel. Dessen „Karten wurden mittels länderübergreifender Berechnungen beziehungsweise Ausspiegelungen von Wasserständen erzeugt. Zur Darstellung der Ausbreitung von Flutereignissen sowie dazugehöriger Wassertiefen für die verschiedenen Abflussszenarien wurden sowohl hydronumerische Computermodelle als auch statistische Verfahren in Kombination mit Geoinformationssystemen genutzt“, heißt es seitens des Ministeriums mit Blick auf Sachsen-Anhalt: „Die Modellergebnisse wurden an vergangenen Hochwasserereignissen geeicht und mit den Nachbarländern abgestimmt.“

In der Region kam es zuletzt im Sommer 2013 zu einem bedeutsamen Hochwasserereignis. Alle Polder im südwestlichen Teil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin wurden geflutet, Straßen mussten gesperrt werden. In Kyritz richtete der Katastrophenstab ein Notquartier für Flutopfer ein. Es blieb glücklicherweise ungenutzt.

Ungleich härter traf es damals den Landkreis Prignitz, der an die Elbe grenzt. In dem Bereich liegt der Schwerpunkt der jetzt im Internet einsehbaren Karten auf den dort beiden in die Elbe mündenden Flüssen Stepenitz und Karthane. Landesweit wurden neun solche Teileinzugsgebiete für die Elbe und Oder erfasst.

Von Matthias Anke

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