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Gefahrgutunfall bei Stüdenitz

Feuerwehr probt Ernstfall Gefahrgutunfall bei Stüdenitz

Die Feuerwehren des Amtsbereiches Neustadt haben den Ernstfall geprobt: Sie trafen sich am Freitagabend zu ihrer jährlichen Einsatzübung. Auf dem Wirtschaftsweg zwischen Lohm und Stüdenitz wurde ein Unfall mit einem Gefahrguttransporter simuliert. Die Rettung der Verletzten musste gut koordiniert werden.

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Autos aufgefahren: Mann schwer verletzt

Eine sogenannte Dekontaminationsstrecke wurde für die Einsatzübung in Stüdenitz aufgebaut.

Quelle: Sandra Bels

Stüdenitz. Es war ein Unfall, wie er täglich jederzeit und allerorten geschehen kann: Ein Gefahrguttransporter ist auf ein anderes Auto gefahren. Der Lastwagenfahrer ist bewusstlos. Der Fahrer des Pkw reagiert, ist aber verletzt. Die Feuerwehr wird zu Hilfe gerufen.

Für die Wehren im Amtsbereich Neustadt ist der Unfall am Freitagabend auf dem Wirtschaftsweg zwischen Lohm und Stüdenitz simuliert worden. Sieben Minuten nach der Alarmierung um 16.45 Uhr sind die ersten Retter da. Das stimmt Amtswehrführer Heino Arndt zufrieden, wenn man bedenkt, dass die Rüstzeit im ländlichen Raum 13 Minuten beträgt.

Die Schaulustigen am Straßenrand kommen unter anderem vom Amt Neustadt, von der Jugendwehr Zernitz und aus Stüdenitz. „Das dauert aber lange“, sagen sie verwundert, als die Retter erst einmal gute 50 Meter vor dem Unfallort stehenbleiben und scheinbar nichts machen. Später klärt Heino Arndt auf: „Bei einem Unfall mit Gefahrgut muss ein Sicherheitsabstand von 50 Metern eingehalten werden“, sagt er. Außerdem seien drei verschiedene Brandbekämpfungsmittel vorzuhalten. Das alles wurde zunächst koordiniert und aufgebaut. Auch eine Dekontaminationsstrecke wurde in Betrieb genommen. Inzwischen hatten sich Feuerwehrmänner mit Atemschutz den Verletzten genähert und sie versorgt.

Alles nur Show

Alles nur Show: Simuliert wurde der Unfall mit einem Gefahrguttransporter.

Quelle: Sandra Bels

Gute drei Stunden dauerte die Übung, die es so seit drei Jahren im Amt Neustadt gibt. Früher trafen sich die Wehren auch zum Ausscheid. Heino Arndt findet es aber besser, den Leistungsstand der Wehren bei einer komplexen Übung abzufragen. 57 Einsatzkräfte von sechs Wehren waren dabei. 21 davon sind Atemschutzgeräteträger. 13 Führungskräfte waren ebenfalls am Unfallort. „Wir haben unser Ziel erreicht“, sagt Heino Arndt. „Wir wissen jetzt, wo wir die Ausbildung intensivieren müssen“, fügt er an. Alles habe gut geklappt. „Sicher sind auch Fehler passiert, aber die zeigen uns, wo wir ansetzen müssen“, so der Amtswehrführer. Er schätzt die von ihm gestellte Aufgabe als schwer und umfangreich ein, obwohl es für Außenstehende zunächst nicht so aussah.

Arndt dankte nach der Einsatzübung allen Feuerwehrleuten. Er vergaß auch nicht die Helfer hinter den Kulissen wie die Firma Dieter Henning aus Neustadt, die zum Beispiel die Unfallautos zur Verfügung gestellt hatte. Vize-Kreisbrandmeister Olaf Lehmann sah sich die Übung genauso kritisch an wie der Schiedsrichter aus der Gemeinde Wusterhausen. Zum Abschluss trafen sich alle Einsatzkräfte zum Kameradschaftsabend.

Von Sandra Bels

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