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Ostprignitz-Ruppin Gegen Lernexperimente
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gegen Lernexperimente
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11:03 22.10.2013
Durchmarsch für Jan Redmann als Direktkandidaten-Bewerber. Quelle: Dirk Klauke
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Wittstock

„Das ist fast wie zu DDR-Zeiten“, witzelte ein Wittstocker CDU-Mitglied nach der Wahl des Direktkandidaten für den Landtag Brandenburg. Denn es gab mit dem Wittstocker Jan Redmann nur einen einzigen Bewerber. Und der konnte am Ende auch noch alle gültigen Stimmen auf sich vereinen. 27 Christdemokraten aus dem Wahlkreis 2 votierten für Redmann. Eine Stimme war ungültig. Damit konnte der 33-jährige Wittstocker 96 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Zum WK 2 gehören Groß Pankow, Heiligengrabe, Kyritz, Pritzwalk, Wittstock sowie die Ämter Meyenburg und Putlitz-Berge.

Jan Redmann ist nach dem Ergebnis der jüngsten Bundestagswahl überzeugt, „dass wir erstmals den Wahlkreis gewinnen können“. Denn am 22. September war die Union auch in der Region stärkste Kraft geworden. Überraschend hatte ihr Direktkandidat Sebastian Steineke klar vor den bereits jahrelang im Bundestag sitzenden Politikern Dagmar Ziegler (SPD) und Kirsten Tackmann (Die Linke) gewonnen. Steineke war am Mittwochabend auch zur Wahlkreisversammlung gekommen.

Der 33 Jahre alte Jan Redmann bewirbt sich zum zweiten Mal für ein Landtagsmandat. Im Jahr 2009 war er Dieter Groß von den Linken als Direktkandidat klar unterlegen. In der CDU brachte er es bis zum Brandenburger Vize-Landesvorsitzenden und zum Ostprignitz-Ruppiner Kreisvorsitzenden. Der Wittstocker führt die Stadtverordneten-Unionsfraktion.

Er habe sich allerdings die Entscheidung nicht leicht gemacht, erneut zur Landtagswahl anzutreten. Denn der promovierte Rechtsanwalt liebt seinen Beruf in einer Kanzlei, die sich auf Bau- und Vergaberecht spezialisiert hat. Doch betreibe er „Politik nicht erst seit gestern“, so Redmann, der bereits als Schülersprecher am Wittstocker Gymnasium aktiv gewesen ist. Seitdem ist für ihn klar: „Das Bildungssystem muss geändert werden.“ Er wolle im Landtag gegen unsinnige Bildungsexperimente eintreten. Für ihn sei die Benachteiligung der Region nicht hinnehmbar. Es gebe im Wahlkreis keine Kreisstadt mehr, weder Wittstock noch Kyritz oder Pritzwalk. Bislang werden seiner Meinung nach hiesige Interessen in Potsdam zu wenig vertreten.

Jan Redmann tritt für die Anerkennung des Wachstumskerns Autobahndreieck Wittstock ein. Den dreispurigen Ausbau der Autobahn A 24 fordert er ebenso wie die Sanierung von Landstraßen. Es dürfe nicht länger hingenommen werden, dass beispielsweise wegen des Lkw-Verkehrs auf der maroden Schweinricher Ortsdurchfahrt Häuser Risse bekämen. Die Einstellung der Bahnverbindung Neustadt – Meyenburg sei ebenso kritikwürdig wie der Prignitzexpress, der nach wie vor nur bis Hennigsdorf statt ins Berliner Zentrum fahre. Fehlende Polizeipräsenz seit der Polizeistrukturreform und den damit verbundenen Anstieg von Dieselklau und Wohnungseinbrüchen prangert er ebenso an. „Um etwas zu erreichen, werde ich mein Netzwerk als stellvertretender CDU-Landesvorsitzender nutzen“, sagte Jan Redmann.

Von Dirk Klauke

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