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Ostprignitz-Ruppin Gegendemo: Schöner tanzen ohne Nazis
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gegendemo: Schöner tanzen ohne Nazis
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00:18 06.10.2017
Für ein buntes Rheinsberg: Gegendemonstranten tanzten um den Triangelplatz. Quelle: Frauke Herweg
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Rheinsberg

Mehr als 120 Menschen haben am Dienstag unter dem Motto „Schöner tanzen ohne Nazis“ ein Zeichen für ein buntes Rheinsberg gesetzt. Tanzend umrundeten sie am frühen Nachmittag den Triangelplatz. Dort hatten sich etwa 20 Rechtsextreme zu einer Kundgebung versammelt.

„Dass sich so viele Menschen an der Gegendemo beteiligt haben, ist ein Riesenerfolg für Rheinsberg“, sagte der Linken-Kreistagsabgeordnete Freke Over, der die Gegendemo angemeldet hatte. Die geringe Zahl der Rechtsextremen zeige, dass es ihnen offensichtlich nicht gelinge, den Wahlerfolg der AfD für sich zu nutzen. „Dieser Versuch ist gescheitert.“

Vertreter der NPD und der Freien Kräfte Neuruppin/Osthavelland hatten auf dem Triangelplatz Plakate hochgehalten mit der Aufschrift „Unsere Mark – unsere Heimat“ oder „Kriminelle Ausländer und Scheinasylanten raus“. Neben dem Neuruppiner NPD-Stadtverordneten Dave Trick sprachen auch Bea Koch und Pierre Boddin, die zu den führenden Köpfen der Neonazi-Szene in der Region gehören. Trick unterstellte der Polizei, Straftaten unter den Teppich zu kehren und beklagte den Verfall vermeintlich deutscher Werte. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis alles, was uns lieb ist, zerstört ist.“

Freie Kräfte möglicherweise geschwächt

Rechtsextreme hatten zuletzt im Juni vergangenen Jahres zu einer Demo in Rheinsberg aufgerufen. Damals waren etwa 50 Neonazis dem Aufruf gefolgt. Seitdem war es in der rechtsextremen Szene vergleichsweise ruhig geworden. Das kann nach Einschätzung von Beobachtern der Szene ein Zeichen dafür sein, dass die Freien Kräfte sich gerade neu strukturieren. 2015 war es den Freien Kräften Neuruppin/Osthavelland gelungen, den so genannten „Tag der deutschen Zukunft“ – einen Aufmarsch mit mehreren hundert Neonazis – nach Neuruppin zu holen.

Etwa 120 Gegendemonstranten haben Rechtsextreme in Rheinsberg einfach weggetanzt. 20 Mitstreiter der NPD und Freien Kräfte Neuruppin/Osthavelland verschwanden nach einer Stunde.

Durch die Verurteilung des NPD-Politikers Maik Schneider, dem Initiator des Brandanschlags auf das geplante Nauener Flüchtlingsheim, sind die Freien Kräfte, die auch im Havelland sehr verankert waren, möglicherweise geschwächt.

Die Rechtsextremen hatten eine zweistündige Kundgebung angekündigt. Bereits nach einer Stunde verschwanden sie wieder. An der Gegendemo hatten sich auch die Rheinsberger SPD-Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke, Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU) und viele Jugendliche aus dem Rheinsberger Jugendclub beteiligt.

Von Frauke Herweg

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