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Geld für Feuerwehr und Kitas

Gumtow Geld für Feuerwehr und Kitas

Der Hauptausschuss der Gemeindevertretung Gumtow befasst sich erstmals mit dem Haushalt für 2018. Neben Investitionen in den Brandschutz stehen verschiedene Arbeiten in den Kitas an.

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Die Kita Demerthin soll nächstes Jahr mit Geld aus dem Gemeindehaushalt eine neue Küche bekommen. Um das neue Namensschild kümmerten sich im vergangenen Jahr die Eltern.

Quelle: Sandra Bels

Gumtow. Der Hauptausschuss der Gemeindevertretung Gumtow hat am Dienstagabend erstmals über den Haushaltsplan 2018 der Gemeinde beraten. Bürgermeister Stefan Freimark schickte der Diskussion voraus, dass der Beschluss darüber nicht in der nächsten Sitzung gefasst werden soll, sondern in der letzten Beratung dieses Jahres, also am 28. November.

Freimark nannte kurz die Eckdaten des Etats und listete investive Maßnahmen auf. So soll zum Beispiel das Standesamt in der Verwaltung eine neue Decke sowie einen neuen Fußboden bekommen. Etliche Investitionen sind auch für die Feuerwehren vorgesehen. So stehen neue Rolltore für die Barenthiner im Plan. „Die alten sind marode und nicht mehr reparabel“, so Freimark. Sie seien beim Einbau bereits gebraucht gewesen. Vehlin soll einen Tragkraftspritzenanhänger bekommen. „Dann hätten alle Feuerwehren in der Gemeinde moderne Fahrzeuge und keine B 1000 oder Robur mehr“, so Freimark.

Flachspiegelbrunnen für Döllen und Schönhagen

Geplant sind weiterhin zwei Flachspiegelbrunnen für Döllen und Schönhagen. Allerdings konnte Freimark noch nicht sagen, wann sie gebohrt werden können. „Wir finden keine Firmen, die solche Brunnen bohren können“, sagte er. Angeschafft werden soll eine Wärmebildkamera zum Aufspüren versteckter Glutnester und ein Funkkoffer für Katastrophenlagen.

Investieren will die Gemeinde auch in die Turnhalle Demerthin. Sie soll eine Akustikdecke bekommen. Das sei laut Freimark eine Empfehlung des Gesundheitsamtes, da die Halle sehr hellhörig ist. Auch im Schloss sind einige Arbeiten angedacht, die von Freimark aber nicht näher beschrieben wurden. Der Denkmalschutz hätte hier Auflagen erteilt, hieß es.

Investitionen in den Kitas Vehlow und Kunow, wo jeweils zwei Räume einen neuen Fußboden bekommen sollen und eine Küche für die Kita in Demerthin stehen ebenfalls im Haushalt für 2018. Außerdem sind in der Kunower Kita Sanierungsarbeiten für 115 000 Euro vorgesehen. Wärmedämmung und der Abriss des alten Schornsteins gehören dazu.

Bürgerfraktion legt Liste mit Änderungen vor

Die Bürgerfraktion hatte sich im Vorfeld der Sitzung eingehend mit den Investitionen befasst und eine Liste mit Änderungswünschen in einem Änderungsantrag zum Haushalt erarbeitet. Dietmar Pritzschke, auch Vorsitzender der Gemeindevertretung, legte die Position der Fraktion dar. Zum Demerthiner Schloss sagte er: „Wenn der Denkmalschutz Arbeiten fordert, dann soll er sie auch zu 100 Prozent fördern.“ Die Fraktion plädiert dafür, diese geplanten Arbeiten aus dem Haushaltsplan zu streichen. Das gilt ebenso für die Vierscheune in Demerthin, die laut Denkmalamt unter Schutz steht. „Wir sehen hier keine Schutzwürdigkeit und sollten kein Geld mehr reinstecken“, so Pritzschke.

Geändert werden soll laut Bürgerfraktion ebenfalls der Kauf des Anhängers für die Feuerwehr Vehlin. Nach den Informationen des Fraktionsmitglieder gibt es in Vehlin niemanden, der den Anhänger bedienen darf, was soviel heißt, dass kein Feuerwehrmann eine passende Ausbildung für diese Technik hat. Die Bürgerfraktion schlägt deshalb vor, lieber bei anderen Feuerwehren zu schauen, welchen Bedarf sie an Kleidung noch haben.

Helmut Adamaschek (Bürger für Gumtow) brachte in die Haushaltsdiskussion seinen Vorschlag für Ortsteilbudgets ein. Damit soll den Ortsteilen mehr Eigenständigkeit verschafft werden, was laut Adama­schek mehr Demokratie zurück ins Dorf bringe. Als Beispiel nannte er Prenzlau, wo bereits mit Ortsteilbudgets gearbeitet wird. Sie sollen die bisherigen Kosten der Dörfer tragen, allerdings ohne Bürokratie und Zeitvergeudung. Dieser Vorschlag wurde kontrovers diskutiert. Man war sich einig, dass das für die Orte eine gute Lösung wäre, dafür zunächst aber noch der rechtliche Rahmen abzustecken ist.

Von Sandra Bels

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