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Ostprignitz-Ruppin Geld für Zernikower Maulbeerallee
Lokales Ostprignitz-Ruppin Geld für Zernikower Maulbeerallee
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00:17 10.03.2016
Früchte eines Zernikower Maulbeerbaumes. Quelle: Marika Bent
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Großwoltersdorf

Die am besten erhaltene Maulbeerallee aus den Hoch-Zeiten der Brandenburger Seidenraupenzucht kann jetzt mit Lottomitteln des Landes ausgebessert werden. Knapp 6000 Euro stellt das Brandenburger Agrar- und Umweltministerium aus Lottomitteln für die Nachpflanzung weißer Maulbeeren im Kreis Oberhavel zur Verfügung. 2000 Euro werden vom Landkreis selbst aufgebracht.

20 Maulbeerbäume, die Michael Gabriel Fredersdorf, geheimer Kämmerer und Vertrauter Friedrichs des Großen, anpflanzen ließ, sind heute rund 250 Jahre alt. Sie stehen an der Ortsverbindungsstraße von Zernikow nach Burow, zusammen mit vielen weit jüngeren Maulbeerbäumen, die später nachgepflanzt wurden. Die gesamte Maulbeerallee ist als Kulturdenkmal und als Naturdenkmal geschützt. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land arbeitet seit vielen Jahren mit der Gemeinde beim Erhalt der kulturhistorisch wertvollen Allee im Landschaftsschutzgebiet Fürstenberger Wald- und Seengebiet zusammen. 1737 erwarb Kronprinz Friedrich das Gut Zernikow und schenkte es 1740 seinem Kammerherrn Fredersdorf für treue Dienste. Dieser ließ 1747 eine Maulbeerplantage mit mehr als 8000 Maulbeerbäumen anlegen. 1751 entstand die heutige geschützte Allee. Friedrich II. subventionierte die Seidenproduktion – von 1740 bis 1786 gab er rund zwei Millionen Taler dafür aus. Doch das Experiment misslang – das zu kühle Klima, Krankheiten der Raupen und die arbeitsintensive Pflege ließen die Manufakturen nach dem Tod des Königs wieder verschwinden. Seit mehr als zwölf Jahren bemüht sich die Initiative Zernikow um den Erhalt und die Pflege der Allee und sorgt dafür, dass immer wieder Bäume nachgepflanzt wurden. Im Sommer 2001 fand das erste Zernikower Maulbeerfest statt. Seitdem wird es immer am ersten Sonnabend im August gefeiert.

Von Cornelia Felsch

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