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Ostprignitz-Ruppin Geld vom Bund: Millionen für die Schulen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Geld vom Bund: Millionen für die Schulen
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02:16 24.03.2018
Grundschule Gildenhall soll komplett saniert werden, Einzelheiten müssen die Stadtverordnete aber erst noch beschließen. Quelle: Peter Geisler
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Gildenhall

Endlich wird auch die Grundschule in Gildenhall saniert. Sie ist die einzige der Neuruppiner Grundschulen, für die es bisher keine Rundumsanierung gab oder wenigstens Pläne dafür. In den vergangenen Jahren hat die Stadt zwar immer mal wieder Geld in Ausbesserungen gesteckt, etwa in neue Fenster. Für eine große Kur fehlte bisher aber das Geld.

Jetzt ist es plötzlich da: 1,8 Millionen Euro will Neuruppin demnächst in das Gildenhaller Schulhaus und in die Schulturnhalle investieren. Das kündigte Neuruppins Sozialdezernent Thomas Fengler am Dienstag überraschend im Sozialausschuss der Stadt an.

Das Geld kommt vom Bund und wird vom Land Brandenburg je nach Kinderzahl an die Städte und Gemeinden verteilt. Bereits Anfang Dezember hatte Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) angekündigt, dass Neuruppin mit gut 4,3 Millionen Euro aus dem kommunalen Investitionsprogramm des Bundes rechnen kann.

Der Zuschuss ist für Schule und Horte reserviert

Das Geld ist ausschließlich für die Bildung vorgesehen, für Schulen und Schulhorte. Es muss nicht sofort ausgegeben werden. Die Städte haben dafür bis 2022 Zeit, so Fengler. Jedoch müssen sie bis Mai melden, wofür sie den Zuschuss verwenden wollen.

Die Fontanestadt will die Summe vor allem in zwei Projekte stecken. Das meiste Geld soll nach Gildenhall fließen. Eigentlich hatte die Stadt in diesem Jahr 166 000 Euro fürs Schulhaus eingeplant. Dieses Geld werde jetzt erstmal nicht ausgegeben, so Fengler.

Zwei Millionen für den Schulhort in Gildenhall

Die Grundschule in Gildenhall hat etwa 130 Schüler in sechs Klassen. Unterrichtet werden sie von acht Lehrerinnen und einem Lehrer.

Zurzeit ist die Stadt Neuruppin dabei, das Gebäude des Schulhortes aufwändig zu sanieren und umzubauen. Die Stadt rechnet allein dabei inzwischen mit Kosten von gut zwei Millionen Euro.

Zum Beginn des neuen Schuljahres soll der Hort wieder nutzbar sein.

Die Stadtverwaltung will es lieber als Eigenanteil verwenden, um einen höheren Zuschuss aus dem Fördertopf zu bekommen. Der Bund stellt 90 Prozent Fördermittel in Aussicht, die Gemeinden müssen nur zehn Prozent des Geldes selbst bezahlen.

Auch die Wilhelm-Gentz-Schule soll saniert werden

„Das ist ein sehr guter Fördersatz“, sagt der Sozialdezernent. So lässt sich in Gildenhall am Ende viel mehr bauen als zuletzt vorgesehen – wenn auch nicht mehr in diesem Jahr.

Ein weiterer Teil aus dem 4,3-Millionen-Paket des Bundes soll in den ohnehin geplanten Umbau der Wilhelm-Gentz-Grundschule an der Gerhart-Hauptmann-Straße in Neuruppin fließen.

Sie hatte schon vor Jahren mit Millionenaufwand einen neuen barrierefreien Schulhof bekommen. Nur für den behindertengerechten Umbau des Schulhauses aus DDR-Zeiten hat es lange nicht gereicht. Inzwischen ist auch der geplant – inklusive einer völlig neuen Turnhalle. Der Zuschuss des Bundes kommt der Stadt dafür gerade recht.

Freie Schulen müssen Antrag bei der Stadt Neuruppin stellen

Doch nicht die gesamten 4,3 Millionen darf Neuruppin selbst ausgeben. Der Bund will damit auch freie Schulen fördern. Neuruppin hat zwei davon: die Evangelische Schule und die Montessorischule.

Die freien Schulen dürfen das Geld aber nicht direkt beim Bund oder Land beantragen. Auch sie müssen sich zunächst an die Stadt wenden und die muss die Förderanträge ausarbeiten. Ob sie einen Teil aus dem Investitionsprogramm beantragen wollen, war gestern von beiden Schulen nicht zu erfahren.

Fördermittel aus dem Investitionsprogramm des Bundes bekommen auch andere Städte und Gemeinden im Land.

Von Reyk Grunow

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