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Ostprignitz-Ruppin Geld von Brandenburgs Bauministerin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Geld von Brandenburgs Bauministerin
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00:18 10.09.2016
Ministerin Kathrin Schneider (r.) ließ sich von Vereinschef Peter Neiß den Tempelgarten erklären, bevor sie den Förderbescheid übergab. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Die Arbeiten an Beeten und Wegen des Neuruppiner Tempelgartens laufen erst ein paar Wochen und schon gibt es die erste Überraschung. Archäologen haben gleich hinter dem Apollotempel im Boden die Fundamente eines anderen Gebäudes gefunden. „Die stammen wahrscheinlich noch aus Friedrichs Zeit“, sagt Peter Neiß, der Vorsitzende des Neuruppiner Tempelgartenvereins. Was dort zur Zeit des Kronprinzen im 18. Jahrhundert einmal stand, lässt sich heute kaum noch nachvollziehen. Auch Tempelgartenkenner Neiß ist ratlos. Um Klarheit zu bekommen, müssten die Archäologen noch weitere Untersuchungen anstellen. Aber ist dafür überhaupt Geld vorhanden?

Rund drei Millionen Euro hat die Stadt Neuruppin mit Hilfe privater Geldgeber bisher in die einmalige Parkanlage im maurischen Stil investiert. Im Juli hat der letzte große Abschnitt der Sanierung begonnen. Nach Gebäuden und Skulpturen soll bis Anfang 2017 auch die Gartengestaltung wieder so weit wie möglich an das historische Original angepasst werden.

Zuschüsse für Klappgraben und Tempelgarten

Möglich ist das nur durch Sponsoren – und durch Fördermittel. Brandenburgs Bauministerin Kathrin Schneider machte sich am Mittwoch selbst ein Bild von den Arbeiten. Wegen der Klausurtagung der SPD-Fraktion im Landtag ist sie ohnehin gerade in Neuruppin. Da ließ sie es sich nicht nehmen, schnell noch einen Förderbescheid für den Tempelgarten zu übergeben: 550 000 Euro aus dem Topf für Städtebaulichen Denkmalschutz. Das Geld kommt vom Bund und dem Land und fließt zum einen in den Tempelgarten, zum anderen in die Sanierung des Klappgrabens. Die Stadt muss lediglich 20 Prozent der Gesamtkosten drauflegen.

Kathrin Schneider wollte von Stadtwerke-Geschäftsführer Joachim Zindler (M.) wissen, was die besonderen Probleme bei der Sanierung des Klappgrabens in den vergangenen Jahren waren. Quelle: Mischa Karth

Bürgermeister Jens-Peter Golde nutzte die Chance, der Ministerin noch ein weiteres Projekt anzutragen, für das Neuruppin auf Hilfe des Landes hofft: Die Sanierung zweier heruntergekommener Mietshäuser in der Innenstadt. Die Häuser in der Friedrich-Engels-Straße 37 und der Schulzenstraße 8 gehören der Stadt, doch die weiß bisher nicht recht, was sie damit anfangen soll. Die Gebäude sind derart marode, dass sie ganz dringend saniert werden müssen (die MAZ berichtete).

Grundsätzlich könnte sich die städtische Wohnungsgesellschaft NWG vorstellen, das für die Stadt zu tun. Doch die Sanierung wird teuer. Allein für das Mietshaus an der Friedrich-Engels-Straße schätzt NWG-Geschäftsführer Robert Liefke die Kosten ganz grob auf wenigstens fünf Millionen Euro. Egal, ob die Stadtverordneten der NWG den Auftrag für die Sanierung geben oder nicht – die Millionenkosten bleiben.

Bürgermeister Golde hofft, dass das Land der Fontanestadt auch dabei unter die Arme greift. Die bisherige Förderpolitik des Landes sieht verbilligte Kredite für die Wohnraumförderung vor, so NWG-Geschäftsführer Liefke. Doch solche Landeskredite sind angesichts der aktuellen Niedrigzinsen kaum attraktiv; andere Banken bieten billiger Darlehen mit weit weniger Auflagen.

In der Friedrich-Engels-Straße machte sich die Ministerin ein Bild von den aktuellen Vorhaben in der Stadtsanierung Quelle: Mischa Karth

Neuruppin hofft eher auf einen weiteren Zuschuss. Golde führte die Ministerin am Dienstag durch eines der Häuser und stellte ihr gleich noch die Baustelle an der Friedrich-Engels-Straße vor, ein weiteres Großprojekt der Stadtsanierung. Zusagen konnte er Kathrin Schneider jedoch noch nicht entlocken.

Von Reyk Grunow

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