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Geliebt und gekauft

Paaren im Glien Geliebt und gekauft

Auf der 23. „Blickpunkt Rind“, die im Oktober in Paaren im Glien statt fand, ging es am für über 100 Kühe aus 56 Betrieben um den Siegertitel. Einen Preis erhielt auch Belissima, eine Jungkuh aus dem Dabergotzer Agrarbetrieb. Sie wurde Reservesiegerin. Nach Dabergotz kehrte sie nicht mehr zurück, denn es fand sich bei der schau sofort ein Liebhaber.

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Belissima aus dem Dabergotzer Agrarbetrieb wurde auf der „Blickpunkt Rind“ Reservesiegerin in ihrer Klasse.

Quelle: Wolfhard Schulze

Paaren im Glien. Die Jungkuh aus dem Dabergotzer Agrarbetrieb, die sich in diesem Jahr auf der „Blickpunkt Rind“ erfolgreich präsentieren konnte, stammt von einem Spitzenbullen aus dem Land Brandenburg ab. „Beladi“ – so der Name des Vaters – überzeugt mit überdurchschnittlicher Töchterfruchtbarkeit. Auch die Tochter aus dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat den Rinderzuchtverband beim Besuch des Agrarbetriebs beeindruckt.

Der Verband schaut sich vor dem großen Ereignis in Paaren in den Agrarbetrieben um, um interessante Tiere für die Schau auszuwählen. Dabei hat natürlich auch der Landwirtschaftsbetrieb ein Mitspracherecht. „Sie hätten am liebsten noch zehn Tiere mehr mitgenommen“, sagt der Dabergotzer Agrarchef Bernd Pieper nicht ganz ohne Stolz. Die Jungkuh wurde auf der Schau in Paaren zum Reservesieger in ihrer Klasse gekürt. „Der Trend geht derzeit zu mittelrahmigen Tieren“, sagt Bernd Pieper. „Das ist der Gesundheit der Tiere wesentlich zuträglicher.“ Für die Vorführungen werden deshalb möglichst keine übergroßen Tiere mehr ausgewählt.

Inzwischen gibt es wieder Kuh-Misswahlen

Vorgeführt wurde die Kuh Belissima auf der Tierschau von der Herdenmanagerin Viola Lingner, die sich über den Erfolg ihres Schützlings sehr freute. Allerdings mischte sich auch Traurigkeit in die Gefühle des Tages, denn die Kuh fand sofort einen Liebhaber, der sie vom Fleck weg kaufte. Landwirt Klaus Tietje aus Niedersachsen erwarb die Kuh für seine Tochter, die zurzeit Landwirtschaft studiert. Auf der 23. „Blickpunkt Rind“ in Paaren im Glien ging es am 19. Oktober für über 100 Kühe aus 56 Betrieben um den Siegertitel. Die 100 000 Liter-Kuh „Manchester“ aus dem Fehrower Agrarbetrieb (Spree-Neiße) wurde zur Miss gekürt.

Die prekäre Milchpreissituation hatte den Rinderzuchtverband Berlin-Brandenburg im vergangenen Jahr dazu gezwungen, die bis dahin alljährlich stattfindende Verbandstierschau „Blickpunkt Rind“ abzusagen. Viele Betriebe hatten die Milchproduktion aufgegeben. Inzwischen steigt der Milchpreis wieder langsam an, und die noch verbleibenden Züchter wollten nun endlich wieder wissen, wer die Schönste im Land ist.

Holstein-Züchter aus dem Land präsentierten ihre prachtvollsten Kühe und Bullen beim Wettbewerb. Nicht nur die Schönheit und Perfektion der Tiere stand dabei im Vordergrund – auch die moderne Rinderhaltung stand im Fokus, zum Beispiel in Sachen Technik und Futter.

Von Cornelia Felsch

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