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Ostprignitz-Ruppin Geliebte und ungeliebte Waschbären
Lokales Ostprignitz-Ruppin Geliebte und ungeliebte Waschbären
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02:15 01.03.2017
Ursula Stöter füttert ihren Waschbären mit einer Banane, um ihn vor die Linse zu bekommen. Quelle: Cornelia Felsch
Krangen

Es ist kalt und regnerisch, kein echtes Vorzugswetter für Waschbären. Im Krangener Hobbyzoo von Ursula Stöter haben sich fünf Tiere zusammengekuschelt. Nur ein dicker Fellklumpen ist sichtbar.

Für ein Foto muss die Hausherrin all ihre Überredungskünste aufbieten. Erst eine Banane sorgt dafür, dass einer der Bären zu ihr kommt. Ursula Stöter kennt sich mit Waschbären aus – 270 Tiere sind bereits durch ihre Hände gegangen. Dass der Deutsche Jagdverband Waschbären stärker bejagen will, ist für sie keine gute Nachricht. „Je mehr die Tiere bejagt werden, desto mehr vermehren sie sich“, sagt sie und verweist auf Frank und Berit Michler, zwei Wissenschaftler, die sich seit über zehn Jahren mit Waschbären beschäftigen. Der Wildbiologe Frank Michler ist selbst Jäger, schießt aber keine Waschbären. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden fertigt er im Rahmen dieses Forschungsprojektes seine Doktorarbeit zur Populationsbiologie des Waschbären an. „Er hat in seinem Projekt Magen- und Darmuntersuchungen bei den Tieren durchgeführt und festgestellt, dass ihre Fressgier lange nicht so beunruhigend ist, wie es oft dargestellt wird“, sagt Ursula Stöter. „Waschbären sind mehr Sammler als Jäger. Sie sind faul und nehmen am liebsten, was ihnen vor die Füße fällt. Und sie ernähren sich auch vegetarisch; unter anderem von dem was der Mensch wegwirft.“

Waschbären sind lange nicht so verfressen wie ihr Ruf glauben lässt

Ursula Stöter, die ihr Geld mit Filmprojekten verdient, erzählt von ihrer Waschbärin Frieda, die im vergangenen Jahr im Alter von 18 Jahren gestorben ist und damit zu den ältesten Exemplaren in Europa gehörte. Sie hat ebenfalls in zahlreichen Filmen mitgespielt. Die Hobby-Zoo-Inhaberin verweist auf den Film „Waschbären – Einwanderer aus Wildwest“, den sie im Rahmen einer Ökofilmtour gesehen hat. „Dieser Film belegt, dass die meisten Geschichten über die Fressgier von Waschbären eher Legenden sind“, sagt sie und zitiert daraus den Satz „Der Waschbär ist nicht so schlecht, wie wir Menschen denken.“ 2006 hat Frank Michler damit begonnen Licht in das Dunkel des Waschbär-Daseins zu bringen, der Film beschäftigt sich auch mit seinen Forschungsergebnissen,

Für Ursula Stöter ist das Bejagen der Tiere ein sinnloses Unterfangen. „Waschbären haben durchaus auch natürliche Feinde, sagt sie und nennt Raben, Elstern und Marderhunde, die gern auch Waschbärbabys verspeisen. „In der freien Natur habe ich bisher wenig Waschbären entdeckt. Füchse und Hasen sehe ich viel häufiger.“

Von Cornelia Felsch

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