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Ostprignitz-Ruppin Gemeinde sperrt Brücke bei Linumhorst
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gemeinde sperrt Brücke bei Linumhorst
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00:30 01.03.2018
Rost hat der Brücke über den Alten Rhin bei Linumhorst stark zu gesetzt. Quelle: Peter Geisler
Wustrau

Die denkmalgeschützte Stahlfachwerkbrücke über den Alten Rhin bei Linumhorst wird doch nicht saniert. Entsprechenden Plänen hatten die Fehrbelliner Gemeindevertreter in der vergangenen Woche eine Absage erteilt. Eine Sanierung des historischen Bauwerks sei schlichtweg „zu teuer, zu kostenaufwändig“, sagte Bürgermeisterin Ute Behnicke. „Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis.“

Die Arbeiten an der Brücke würden knapp 650 000 Euro kosten. Eine Summe, die die Gemeinde Fehrbellin alleine aufbringen müsste – ein Fördermittelgeber für das Vorhaben ist nicht in Sicht. Behnicke will dennoch weiter prüfen, ob es nicht doch noch Fördermöglichkeiten gibt. Ganz aufgegeben hat sie eine Sanierung nicht.

Poller zu beiden Seiten des Ufers

Die Gemeinde will die marode Brücke jetzt sperren lassen. Noch in diesem Jahr sollen zu beiden Uferseiten massive Poller aufgestellt werden, kündigte Bauamtsleiter Rasmus Krebs an. „Die Brücke wird dann nur noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad passierbar sein“, sagte Krebs. „Wir wollen den Zustand der Brücke so lange wie möglich erhalten.“

Die Brücke im äußersten Südosten des Landkreises wird heute kaum noch genutzt. Die denkmalgeschützte Luchchaussee, die von Wustrau zur Brücke führt, ist für Fahrzeuge gesperrt. Lediglich von Linumhorst ist die Brücke erreichbar – allerdings endet der Weg in einer Sackgasse. „Wir sind Eigentümer einer Brücke im Nirgendwo“, sagte Behnicke.

Große Rostschäden

Rost hat die Brücke stark angegriffen. Einige Stahlteile sind so korrodiert, dass sie ausgetauscht werden müssten, hatte es in einer Beschlussvorlage der Gemeinde geheißen. Auch der Beton in den Widerlagern muss nach Einschätzung von Experten saniert werden. Die Brücke war ursprünglich 1897 als Behelfsbrücke am Berliner Weidendamm errichtet worden. Teile davon wurden nach 1945 als Querung über den Alten Rhin verwendet.

Von Frauke Herweg

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