Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Gemeinnützige Arbeit für Flüchtlinge
Lokales Ostprignitz-Ruppin Gemeinnützige Arbeit für Flüchtlinge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 14.01.2016
Gerd Klier beim Neujahrsempfang in der Pfarrkirche. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Neuruppin

Die Städte und Gemeinden sollten sich mehr bemühen, um Flüchtlinge in der Region zu integrieren. Schließlich sinke laut einer aktuellen Prognose des Landes die Zahl der Erwerbstätigen in Ostprignitz-Ruppin in den nächsten 20 Jahren um 40 Prozent, sagt Gerd Klier, der Vorsitzende der Neuruppiner Stadtverordnetenversammlung.

Flüchtlinge allein könnten die drohende Lücke auf dem Arbeitsmarkt zwar nicht schließen, aber zumindest kleiner halten. Klier appelliert deshalb an die Kommunen, Asylbewerbern eine Tätigkeit auf dem geförderten Arbeitsmarkt anzubieten. „Flüchtlinge dürfen ab dem ersten Tag ihres Aufenthalts gemeinnützige Tätigkeiten ausüben“, so der Jurist. Vorzugsweise sei dabei an leichte Arbeiten in der Nähe der jeweiligen Flüchtlingsunterkunft gedacht. Zudem dürfen die Tätigkeiten keine regulären Arbeitsplätze gefährden. „Mir ist nicht bekannt, dass so etwas im Landkreis schon praktiziert wird“, sagte Klier. Das könnte daran liegen, dass das Jobcenter beim Bewilligen von geförderten Beschäftigungsprojekten gar nicht zwischen Flüchtlingen und Migranten, die schon länger in Deutschland leben, unterscheidet. „Es gibt keine reinen Flüchtlingsmaßnahmen“, sagt Bernd Lüdemann, der Chef des Jobcenters. Vielmehr setze die Behörde stets auf eine „Durchmischung“ mit anderen Teilnehmern. Für Lüdemann ist das selbstverständlich. „Jeder soll sich doch mit anderen Kulturen beschäftigen.“

Bisher bleiben Flüchtlinge meist unter sich

Otto Wynen, Leiter des Flüchtlingwohnheimes in Treskow, wäre froh, wenn es Angebote für gemeinnützige Tätigkeiten für Asylbewerber geben würde. Zwar bietet das Heim, in dem gut 200 Flüchtlinge leben, selbst einige an. Aber dabei bleiben die Asylbewerber meist unter sich. Das hilft ihnen kaum, weitere Deutschkenntnisse zu erlangen oder die bereits erworbenen zu festigen. Dabei ist das Interesse an der Sprache groß.„Fast alle Flüchtlinge wollen Deutschkurse besuchen“, betonte Wynen. Aber nach dem Unterricht hätten die Asylbewerber kaum eine Gelegenheit, ihre Kenntnisse im Alltag anzuwenden. Das würde sich ändern, wenn sie gemeinsam mit Einheimischen eine Zeit lang einer gemeinnützigen Tätigkeit nachgehen.

Idee: ein internationales Café in der Innenstadt

Wynen denkt zudem an eine Art internationales Café in der Neuruppiner Innenstadt, in dem sich Flüchtlinge und Einheimische treffen und ungezwungen austauschen können. Immerhin wird es kaum für alle Flüchtlinge eine Beschäftigungsmöglichkeit geben.

Im Dezember waren beim Jobcenter 342 erwerbsfähige Leistungsberechtigte ausländischer Herkunft gemeldet, also auch Menschen, die aus Polen, Russland oder EU-Staaten kommen und mitunter seit Jahren in der Region leben. Von den 342 Menschen ausländischer Herkunft waren 131 arbeitslos, 44 hatten eine sozialversicherungspflichtige, 23 eine geringfügige Beschäftigung. 38 befinden sich in einer Qualifizierungsmaßnahme, 21 haben einen 1-Euro-Job, 16 befinden sich im Mutterschutz, 13 in der Schule.

Von Andreas Vogel

Ostprignitz-Ruppin Heimatverein zeigt alte Ansichten - Erste Schau im Kyritzer Kulturhaus

Die Mitglieder des Historischen Heimatvereins Kyritz arbeiten derzeit an einer Ausstellung über Kyritzer Persönlichkeiten. Dazu zählt auch ihre erst kürzlich verstorbene Vorsitzende Dorte Schmeissner. Ihr lag diese Ausstellung besonders am Herzen. Sie hatte jede Menge Vorarbeit dafür geleistet.

14.01.2016

Es ist kalt draußen und die Flüchtlinge, die Ende Dezember aus Eritrea, Syrien, dem Iran und vielen anderen Ländern nach Klosterheide gekommen sind, sind auf den Winter nicht vorbereitet. Sie kamen mit fast nichts hier an – unter Mithilfe von gut 20 Helfern wurden alle am Sonnabend in der Lindower Kleiderkammer mit warmen Sachen ausgestattet.

14.01.2016

Ein 29 Jahre alter Flüchtling aus Syrien ist in einer Asylunterkunft in Zechlinerhütte verletzt worden. Laut Polizei wurde er von einem 24-jährigen Landsmann geschlagen und im Gesicht verletzt. Beide Männer kannten sich bereits aus Syrien. Dort soll der 24-Jährige dem Älteren ein Auto gestohlen haben. Zudem gehören beide Männer unterschiedlichen Volksgruppen an.

11.01.2016
Anzeige