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Gemeinsam ohne Alkohol

Wittstock Gemeinsam ohne Alkohol

Alkoholismus ist nicht nur ein männliches Problem, auch Frauen können davon betroffen sein. Allerdings gehört es nach wie vor zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft, wie Kristin Köppen von der Kontakt- und Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt in Wittstock erklärt. In einer Selbsthilfegruppe sollen Frauen nun den Mut finden, über ihr Problem zu sprechen.

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Kristin Köppen ist Ansprechpartnerin für Betroffene.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. „Alkoholismus gerade unter Frauen gehört nach wie vor zu den Tabuthemen unserer Gesellschaft“, sagt Kristin Köppen. Sie ist Sozialpädagogin in der Tagesklinik für psychisch Erkrankte und Mitarbeiterin der Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) der Arbeiterwohlfahrt OPR in Wittstock. In der Tagesklinik hat sie Kontakt zu einer jungen Frau aus Wittstock geknüpft, die nach einer Entziehungstherapie nun dem Alkohol abgeschworen hat und mit ihrer Hilfe eine Selbsthilfegruppe ins Leben rufen möchte (MAZ berichtete).

Die Gruppe könnte sich etwa alle 14 Tage treffen und gemeinsam etwas unternehmen, aber sich auch mit dem Problem auseinandersetzen, wie Kristin Köppen vorschlägt. Räumlichkeiten würde die Gruppe in der Tagesklinik finden. „Wenn es den Betroffenen schlecht geht, ist die Gruppe für sie da“, berichtet Köppen aus ihrer Erfahrung. Nun müssten sich nur noch weitere Teilnehmerinnen finden. Die könnten auch gerne aus der Wittstocker Umgebung oder aus dem Pritzwalker und Kyritzer Raum kommen.

Allerdings wissen Kristin Köppen und die Betroffene auch, dass die Schamgrenze, zunächst sich selbst und dann gegenüber anderen die Abhängigkeit von Alkohol einzugestehen, hoch ist. Gerade weil man es bei Frauen weniger vermuten würde, als bei Männern – das Thema vielleicht sogar verharmlose. „Dabei sei es gerade wichtig, über das Problem zu reden“, betont die Sozialpädagogin. In einer Gruppe mit Leidensgenossinnen könne das viel zwangloser geschehen, als vielleicht mit Verwandten oder Bekannten.

Der Kontakt für Interessierte und Angehörige ist über Kristin Köppen möglich: Tel.: 03394/40 25 16 oder per
E-Mail unter k.koeppen@ruppiner-kliniken.de

Von Christian Bark

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