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16:26 15.03.2017
Die Grundschüler ließen es sich mit den jungen Afrikanern schmecken. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Schon vor zwei Wochen haben sie sich besser kennenlernen können. Da waren die jungen Flüchtlinge aus der Wittstocker Clearingstelle erstmals zu Besuch an die Waldring-Grundschule gekommen und hatten mit den Kindern der Koch-AG afrikanische Gerichte zubereitet. „Die AG gibt es seit zwei Jahren und findet jeden Dienstag statt“, informierte Schulsozialarbeiterin und AG-Betreuerin Hille Heinecke.

Sie sei im Rahmen der letzten Demokratiewerkstatt in Kontakt mit den jungen Afrikanern und Asiaten gekommen und hätte sch gedacht: „Die Jungs würden gut zu unserer AG passen.“ Denn die kocht nach dem Motto „Essen hier und anderswo“. Anderswo, das war in dem Fall Afrika. „Es gab afrikanisches Hühnchen“, blickte Hille Heinecke zurück. „Die Chickenwings waren besonders lecker“, schwärmte der neunjährige Max Kübler. An das gemeinsame Kochen erinnerte sich auch der 17-jährige Mahamed Alkadiv. „Das war ein großer Spaß“, sagte der junge Somalier. Er und die Waldring-Grundschüler hoffen , dass sich das Projekt bald wiederholen könnte, wie sie sagten.

Doch erstmal erfolgte diesen Dienstag der Gegenbesuch in der Clearingstelle im B3 Center. Auch dort war ein gemeinsames Kochen geplant gewesen, aus Zeitmangel beschränkten sich die Kinder und Jugendlichen dann aber nur auf ein gemeinsames Mal. Es gab Nudeln beziehungsweise Reis mit Tomatensoße. „Das ist zwar nicht afrikanisch, schmeckt aber auch ganz gut“, stellte Max Kübler fest.

Austausch soll weitergehen

Hille Heinecke freute sich, dass sich ihre AG-Kinder so gut mit den jungen Flüchtlingen verstanden. „Das ist eine gute Möglichkeit, eine Brücke zu schlagen, auch auf kulinarische Weise“, sagte die Schulsozialarbeiterin. Das sah auch Clearingstellenbetreuerin Anja Kopper so. „Es ist schön, dass der Austausch gerade mit jüngeren Kindern stattfindet“, sagte sie. Da hätten die jungen Flüchtlinge auch die Möglichkeit, den jungen Deutschen etwas zu zeigen und Vorbilder zu sein.

Deswegen will Hille Heinecke das Projekt bald wiederholen, wie sie ankündigte. Nur werden dann womöglich andere Teilnehmer dabeisein, weil die jungen Flüchtlinge maximal drei Monate in der Clearingstelle bleiben und dann auf Wohngemeinschaften im Landkreis aufgeteilt würden. „Das ist für die Jungs schwer, weil sie sich wieder umgewöhnen müssen“, sagte Hille Heinecke. Für die Koch-AG sei der Wechsel aber positiv, weil es dann neue Teilnehmer aus aller Herren Länder geben würde, die ihrerseits neue Impulse und Rezeptideen für das Kochprojekt mitbringen würden.

Von Christian Bark

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