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Gemeinsam ziehen sie dicke Fische an Land

Langen Gemeinsam ziehen sie dicke Fische an Land

Sie haben gemeinsam schon so manchen dicken Fisch an Land gezogen: Die Mitglieder des Langener Anglervereins. Die 49 Aktiven angeln gern allein, aber auch in der Gemeinschaft. Ihr Ort bietet dafür die besten Voraussetzungen, denn die Angler haben den idyllischen Rhin vor der Tür.

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Verliebt in die neue Heimat

Das Vereinsgelände der Langener Angler am Rhin umfasst mehr als 7000  Quadratmeter.

Quelle: Privat

Langen. „Wenn du schon nach Langen ziehst, musst Du entweder in den Sport-, den Anglerverein oder die Feuerwehr eintreten“, wurde Uwe Käming 1996  vom damaligen Ortsvorsteher Jürgen Euen begrüßt. Käming entschied sich für den Anglerverein, dessen Vorsitzender er seit 2007 ist. Der Verein ist der Rechtsnachfolger der Ortsgruppe Langen und seit 1992 im Vereinsregister eingetragen. Zurzeit hat er 49 Mitglieder, darunter drei Frauen, sowie eine Jugendgruppe mit zwölf Kindern und Jugendlichen, die von Jugendwart Eric Weber betreut wird.

Anglerverein hat ein eigenes Areal am Rhin

Die Angler haben ein eigenes Vereinsgelände. 2004 konnten sie von der Bodenverwertungs- und verwaltungsgesellschaft das ehemalige Tarmower Pumpwerk mit einer Fläche von 4770 Quadratmetern kaufen. Ein Jahr später pachteten sie von der Evangelischen Kirchengemeinde Langen noch weitere 2560 Quadratmeter dazu. Das Gelände will gepflegt werden. Das steht auf dem jährlichen Arbeitsprogramm der Mitglieder ebenso wie der zentrale Gewässerpflegetag. Außerdem finden drei Hegefischen statt, die in die Wertung „Angelkönig des Jahres“ kommen.

Trubel beim alljährlichen Fischerfest

Trubel beim alljährlichen Fischerfest.

Quelle: Privat

Der Verein organisiert regelmäßig einen Kinderangeltag, zu dem alle Kinder und Jugendlichen der Gemeinde eingeladen sind. Ziel ist es, den Nachwuchs für den Sport zu begeistern. Jedes Jahr im Juli veranstaltet der Verein ein Nachtangeln, auch für Nichtmitglieder. Das Angebot nutzen viele, um erste Angelkenntnisse zu erwerben.

Das alljährliche Fischerfest zieht viele Besucher an

Höhepunkt des Jahres ist das Fischerfest, das Ende Mai bereits zum elften Mal stattfand. Beim Angelzielweitwurf und Bierglasschieben konnten sich die Teilnehmer messen. Im Vordergrund steht natürlich alles rund ums Angeln. In diesem Jahr kamen rund 250 Gäste. Die Dorffrauen hatten 21 Kuchen gebacken, die ebenso reißenden Ansatz fanden wie die geräucherten Aale und Forellen.

Vereinsvorsitzender ist selbst begeisterter Angler

Vereinschef Käming ist selbst begeisterter Angler – und das mit Unterbrechungen seit seinem sechsten Lebensjahr. Der gebürtige Grabower wurde am Wasser groß und kam durch seine Eltern zu dem Hobby. Ein Erlebnis aus Kindertagen hat er noch heute in Erinnerung. Beim Angeln an der Elde hatte er plötzlich eine, wie er sagt, mit Kinderaugen betrachtet, „riesengroße“ Plötze an der Angel, die er ohne Hilfe gar nicht von der Rute bekam. „Ich bin stolz wie ein Spanier nach Hause gekommen“, sagt Vereinschef Käming.

Heute findet der als Bauleiter arbeitende 59-Jährige viel zu wenig Zeit zum Angeln. Er ist ein Schönwetterangler. „Dann fahre ich an den Rhin, lasse die Natur auf mich wirken und wenn es dann plötzlich zappelt, ist es auch schön“, sagt er. Zucke die Pose, bekomme man einen Adrenalinstoß und der Jäger in einem breche durch. „Man muss Nerven und Ausdauer beweisen, um den Fisch zur Strecke und sanft in den Kescher zu bringen.“ Ansonsten esse er sehr gern Zanderfilet – beim Fischer Pfefferkorn in Altfreisack, wie er lachend sagt.

Ruhe und die Natur sind das Reizvolle an diesem Sport

Uwe Käming kommt zur Ruhe, wenn er am Rhin sitzt, einen Eisvogel sieht und der Biber vorbei schwimmt. Wenn er angelt, dann meist auf der Angelstrecke des Vereins, die bequem zu erreichen ist. „Ich bin ein fauler Angler. Ich mühe mich nicht durch Büsche und Brennnessel“, sagt er schmunzelnd. Ab und zu setzt er sich auch an den Mühlenrhin bei Wustrau.

Dort hat der langjährige Kassenwart und Langens Ortsvorsteher Reinhard Jenschke mal innerhalb von zwei Stunden 25 Bratplötze gefangen, erzählt Käming voller Bewunderung vom Angelkollegen. Dieser schätzt ebenso die Ruhe bei diesem Sport, den er auch seit Jahrzehnten ausübt.

Die für Jenschke schönste Zeit, seinem Hobby zu frönen, ist morgens um vier Uhr , wenn er als erster am Wasser ist und hinter ihm schon mal ein Fuchs läuft. „Das ist einfach nur schön. Da braucht nicht einmal ein Fisch zu beißen“, sagt Reinhard Jenschke. Der 60-Jährige kommt wie Uwe Käming zu wenig zum Angeln. Nun hofft er auf den bevorstehenden Urlaub und damit auf die notwendige Muße für seine Angelleidenschaft.

Von Dagmar Simons

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