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Gemeinsam zum Prädikat „Erholungsort“

Rheinsberg Gemeinsam zum Prädikat „Erholungsort“

Kleinzerlang, die Kernstadt Rheinsberg und Flecken Zechlin haben ihn bereits – den Titel „staatlich anerkannter Erholungsort“. Jetzt strebt Rheinsberg diesen Titel auch für die Gesamtheit seiner Ortsteile an. Der Aufwand dafür ist groß. Allein die Antragsvorbereitungen dauern zwei Jahre.

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Flecken Zechlin ist schon 2011 ausgezeichnet worden.

Quelle: Carsten Schäfer

Dorf Zechlin. Feinstaubgutachten, Klimagutachten, Verkehrsgutachten, Tourismusgutachten,... Die Liste der Unterlagen, die einem Antrag auf die Verleihung des Prädikats „Staatlich anerkannter Erholungsort“ beigefügt werden muss, ist lang. Mindestens zwei Jahre wird es dauern, bis ein solcher Antrag tatsächlich so vorbereitet ist, dass er mit Aussicht auf Erfolg abgegeben werden kann, sagte Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau am Montagabend im Ortsbeirat von Dorf Zechlin. „Da muss eine Menge Papier beschrieben werden.“

Drei der 17 Rheinsberger Ortsteile haben das Prädikat bereits. Nachdem die Stadtverordneten zuletzt eine entsprechendes Tourismuskonzept verabschiedet hatten, will sich die Stadt jetzt für die Gesamtheit ihrer Ortsteile um das Prädikat bemühen. „Keiner der kleinen Orte könnte für sich alleine die Auflagen erfüllen, die gefordert sind“, sagte Rau. „Das wäre auch völlig überflüssig.“ Mit gebündelten Kräften ließen sich die Anforderungen aber durchaus erfüllen. Als Voraussetzung für die Verleihung des Titels gelten unter anderem ein Einkaufszentrum, ein Arzt, eine Tourist-Info, Physiotherapie, eventuell Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und eine Klinik.

Im Winter sollen die Antragsarbeiten beginnen

Auch wenn Rheinsberg den Titel für die Gesamtheit seiner Ortsteile anstrebt – für jeden Ortsteil muss ein einzelner Antrag geschrieben werden. Zu Winteranfang will die Verwaltung gemeinsam mit Tourismusmanagerin Sigune Schmidt-Ulbrich und den Ortsbeiräten mit der Antragsarbeit beginnen. Eine Prognose, wann es den Titel für Gesamt-Rheinsberg geben könnte, wagt Rau – ausdrücklich – nicht. „Der Weg ist ein langer.“

Über die Vergabe des Prädikats entscheiden das Brandenburgische Wirtschafts- und das Gesundheitsministerium gemeinsam. Grundlage für ihre Entscheidung ist ein Votum des Landesfachbeirates, dessen Mitglieder die Erfüllung von Auflagen bei einem Vor-Ort-Termin überprüfen. Sinnvoll sei es, die touristischen Norddörfer als eine Einheit zu begreifen, sagte Rau. Und die so genannten Sanddörfer als eine andere Einheit. „Auch dort findet schließlich Tourismus statt.“

In allen Orten wird gezahlt, doch nur drei profitieren

Ortsbeiratsmitglied Frank-Rudi Schwochow kritisierte am Montag, dass in allen Ortsteilen Kurbeitrag kassiert wird. Doch nur die drei Ortsteile, die das Prädikat bereits hätten, profitierten von diesem Geld. Dorf Zechlin habe so kaum Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln. „Ich sehe das Problem, dass wir nicht vom Fleck kommen.“

Schwochow würde sich zudem konkrete Handlungsempfehlungen wünschen, wie sich Dorf Zechlin für eine mögliche Prädikatisierung vorbereiten kann. Das jedoch sei schwierig, sagt Rau. Schließlich soll die Titelvergabe als Gesamtpaket begriffen werden.

Von Frauke Herweg

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