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Ostprignitz-Ruppin Generalprobe im grünen Gutspark
Lokales Ostprignitz-Ruppin Generalprobe im grünen Gutspark
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00:17 19.07.2017
Ein persisches Märchen diente als Vorlage für das Theaterstück, das innerhalb eines Integrationskunstprojektes einstudiert wurde. Quelle: André Reichel
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Ganzer

Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, bestehend aus Flüchtlingskindern und einheimischen Kindern sowie Mitarbeitern der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Kyritz und weiteren Akteuren machte sich am Sonnabendmorgen von Kyritz aus auf den Weg nach Ganzer. Ihr Ziel, die Kinder- und Jugendkunstakademie auf dem dortigen Gutshof war nach knapp 20-minütiger Autofahrt erreicht. Vor Ort wurden sie bereits von der Künstlerin und Leiterin der Kinder- und Jugendkunstakademie Ganzer, Katrin Mason Brown, in Empfang genommen.

Gemeinsam mit dem Awo-Familienzentrum in Kyritz hatte die Künstlerin aus Ganzer vor einigen Monaten ein Integrationskunstprojekt ins Leben gerufen, in dem sie das persisches Märchen „Die Biene und der Sultan“ als Theaterstück in einer eigenen Interpretation einstudierten. Weitestgehend hielten sich die vorwiegend jungen Künstler, was den Inhalt betrifft, allerdings an das Original. Darin bat eine kinderlos gebliebene Frau zu Gott, er möge ihr diesen bislang unerfüllt gebliebenen Wunsch erfüllen, selbst wenn das Kind nur so groß sei wie eine Bine. So geschah es und die Frau brachte 2000 Bienen zur Welt, die sie bis auf eine einzige, die sich verstecken konnte, aus dem Haus jagte. Wie in fast allen Märchen, nimmt auch diese Geschichte ein glückliches Ende. Die Biene wird endlich in eine schöne Frau verwandelt und heiratet den Sultan.

Diana Weinert half den jungen Künstlern bei der Anprobe ihrer Kostüme. Ihre sechsjährige Tochter Shenaya war bei der Requisitenherstellung dabei. Quelle: André Reichel

Große Erfahrungen mit der Aufführung von Märchen aus aller Welt, speziell aus dem Orient, hat die Theaterkünstlerin Petra Schäfer aus dem havelländischen Städtchen Rhinow. Sie war von Anfang an mit im Boot und bei allen Proben der ausländischen und einheimischen Nachwuchskünstler mit dabei, die jeden Dienstag in den Räumen der Awo-Familienoase im Kyritzer Mehrgenerationenhaus stattfanden. „Der Ort war ideal, denn dort begegnen sich schon länger die einheimischen und geflüchteten Kinder und Jugendlichen“, berichtet Petra Schäfer. Die Havelländerin hatte nicht nur ihren Erfahrungsschatz im Märchenaufführen mitgebracht, sondern auch ihren nicht gerade kleinen Kostümfundus.

Die Requisiten wurden selbst hergestellt

Trotzdem fehlte noch so einiges. Bereits in der Anfangsphase des Projektes fand sich deshalb eigens eine Gruppe, bestehend aus interessierten Kindern und einigen Eltern, die ihnen zur Hand gingen. „Alle Requisiten und einige ihrer Kostüme haben die jungen Künstler selbst hergestellt“, berichtet Katrin Mason Brown.

Alles, was sie für ihre Aufführung benötigen, hatten die Kinder und Jugendlichen in große Kartons gepackt und mit nach Ganzer gebracht, wo sie am Wochenende ihre Generalprobe hatten. Das Ambiente gefiel den jungen Darstellern sehr. Vorab allerdings machte Katrin Mason Brown mit ihnen einen kleinen Rundgang durchs Dorf, wo sie sich unter anderem die Kirchenruine ansahen und auch den weitläufigen grünen Gutspark kennenlernten. Gleich zwei Mal gingen sie am Sonnabend das Stück Szene für Szene letztmalig durch.

Auftritt beim Sommerfest des Kyritzer Mehrgenerationenhauses

Zeit für Spiele, Spaß und Erholung gab es zwischendurch und danach auch genug. Abendliche Gesprächsrunden schweißten die jungen Künstler noch mehr zusammen, was überhaupt ein Anliegen des Integrationsprojektes war. Beim Sommerfest des Kyritzer Mehrgenerationenhauses am Dienstag von 14 bis 17 Uhr wird das Stück dann vor Publikum aufgeführt.

Von André Reichel

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