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Genossenschaft kämpft für das Hafendorf

Verhandlungen in Rheinsberg Genossenschaft kämpft für das Hafendorf

Die Genossenschaft Hafendorf Rheinsberg ist seit Mitte März im Register des Amtsgerichts Neuruppin eingetragen und verhandelt nun als juristische Einheit weiter um das Hafendorf. Die Genossenschaft vertritt die Interessen der Hauseigentümer und will nicht nur die Straßen und die Hafenanlage kaufen, sondern auch die Sanierung bezahlen. Das kostet.

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Das Hafendorf in Rheinsberg

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Noch immer ist unklar, wie es mit dem Hafendorf in Rheinsberg weitergeht. Die Genossenschaft Hafendorf Rheinsberg, die sich im September vergangenen Jahres gegründet hatte, ist seit 16. März im Register des Amtsgerichts Neuruppin eingetragen. Als vollwertige juristische Einheit verhandeln Vorstand und Aufsichtsrat nun im Sinne der Hausbesitzer weiter mit dem Insolvenzverwalter um den Hafen, die Straßen und Gebäude wie die Bootshalle. Laut dem Aufsichtsratvorsitzenden der Genossenschaft, Eric Drouven, dauern diese Verhandlungen schon viel zu lange.

Aktuell zählt die Genossenschaft 130 Mitglieder. Zwei Drittel davon sind Eigentümer der Ferienhäuser im Hafendorf. Einige der insgesamt 182 Eigentümer sind noch nicht beigetreten. „Wir sind aber ganz zuversichtlich, dass wir noch einige dazu bekommen“, sagte Drouven. Schließlich sei die Genossenschaft von Anfang an auf viel Gegenliebe gestoßen. Gleich nach der Gründung waren es 90 Mitglieder.

Sanierung treibt die Kosten in die Höhe

Die Genossenschaft plant nicht nur, die Infrastruktur aufrecht zu erhalten, sondern auch, die Straßen und die Hafenanlage zu kaufen und die Sanierung zu bezahlen. Auch das Hafenhotel steht zum Verkauf. Nach Einschätzung des Aufsichtsratvorsitzenden nähern sich die Verhandlungen langsam dem Ende. „Wir haben auch ein zeitliches Problem. Das ist die Brandmeldeanlage, die bis Mitte des Jahres erneuert werden muss“, sagt Drouven. Bis dahin muss der Insolvenzverwalter den Zuschlag erteilen. Wie gut die Chancen für die Genossenschaft stehen, kann er nicht abschätzen. „Wir wissen, dass es viele andere Interessenten gibt, die auch das Hotel kaufen wollen“, so Drouven weiter. Die Frist wurde schon einmal verlängert. Die Genossenschaft hatte bereits zum 31. Dezember mit dem Verkauf gerechnet.

Die Genossenschaft hat einen Gutachter damit beauftragt, die Kosten für die anstehende Sanierung zu schätzen. Der Insolvenzverwalter habe andere Vorstellungen als die Interessenvertreter der Hausbesitzer und somit auch einen anderen Kaufpreis im Kopf. Welchen Preis die Genossenschaft vorgeschlagen hat, wollte Drouven nicht verraten. „Es wäre einfach schade, wenn diese wunderbare Anlage vor die Hunde geht. Sie ist aus touristischer Sicht wahnsinnig wichtig für die ganze Region“, erklärte er. Deshalb sei es aus Sicht der Genossenschaft die beste Möglichkeit, die Anlage in die Hände der Eigentümer zu geben, um sie auch weiterentwickeln zu können. „In den letzten Jahren ist nichts mehr in die Anlage investiert worden. Sie wurde in Ordnung gehalten, aber mehr auch nicht“, so der Aufsichtsratvorsitzende. Sollte das Hafendorf an einen Fremdinvestor gehen, will sich die Genossenschaft trotzdem um eine enge und gewinnbringende Zusammenarbeit bemühen.

Gläubiger haben das letzte Wort

Der Insolvenzverwalter entscheidet nicht nur nach dem passenden Kaufpreis, sondern auch danach, ob das Gesamtkonzept schlüssig ist. Das letzte Wort haben dann die Gläubiger. Die Berliner Volksbank ist in dem Fall Hauptgläubiger.

Von Luise Fröhlich

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