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Genügend Platz bietet nur eine neue Wache

Neuruppin Genügend Platz bietet nur eine neue Wache

Neuruppins Bürgermeister plädiert dafür, eine neue Zentrale für die Feuerwehr zu bauen, weil es in der Schinkelstraße zu eng wird. Am jetzigen Standort ist die Wehr seit den 20er Jahren. Nach der Wende wurde die alte Wache deutlich ausgebaut und erweitert, trotzdem reicht der Platz inzwischen nicht mehr.

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Viele Fahrzeuge, wenig Platz: Gerade erst hat die Wehr einen neuen Mannschaftstransporter bekommen (vorn), ein zweiter folgt demnächst.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Neubau oder Erweiterung? Für Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde ist das keine Frage mehr. Die Hauptwache der Feuerwehr braucht mehr Platz und der ist aus seiner Sicht am jetzigen Standort in der Schinkelstraße auf Dauer nicht zu schaffen. Golde geht fest davon aus, dass Neuruppin an anderer Stelle eine neue Hauptwache für die freiwillige Feuerwehr bauen muss. Noch ist das aber Zukunftsmusik. „Auf jeden Fall erst nach 2020“ könnte die Stadt den Neubau in Angriff nehmen.

Die Wehrleitung hatte schon vor Jahren ein Konzept für die Zukunft der Feuerwehr vorgelegt. Das sieht eindeutig den Bau einer großen neuen Wache mit rund 20 Stellplätzen für Fahrzeuge und Zusatztechnik vor. In der Hauptwache an der Schinkelstraße reicht der Platz dafür nicht aus. Ein Teil der Fahrzeuge hat die Wehr deshalb schon auf andere Standorte verteilt.

NWG-Chef Robert Liefke will lieber in der Schinkelstraße erweitern

Robert Liefke, der Chef der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG), schlägt dagegen vor, den Standort an der Schinkelstraße noch weiter auszubauen. Die NWG könnte sich sogar vorstellen, zwei kleinere Häuser an der benachbarten Lazarettstraße in einigen Jahren abzureißen, um Platz für weitere Feuerwehrgaragen zu schaffen. Vorteil aus Liefkes Sicht: In der Schinkelstraße sind die Feuerwehrleute sehr schnell bei ihren Fahrzeugen; viele von ihnen wohnen gleich nebenan in der „Feuerwehrkaserne“ an der August-Bebel-Straße, einem großen Mietshaus der NWG. Und die Nachbarn sind schon an die lauten Autos und Sirenen gewöhnt.

Die Wehrführung steht der Idee eher skeptisch gegenüber, und auch die Feuerwehrleute selbst sind wenig begeistert. Wenn dort mehr Garagen entstehen, würde der ohnehin schon knappe Hofraum für die Mieter noch kleiner. Auch Feuerwehrleute wollen nicht immer nur rote Autos vor der Nase haben.

Hinzu kommt, dass nicht nur Stellplätze für die Technik fehlen, auch andere Räume sind knapp. „Und es gibt Aufgaben, die kann man nicht in die zweite Etage verlegen“ sagt Ordnungsdezernent Thomas Fengler. Auch für ihn lässt sich ein Neubau nicht vermeiden.

Zuerst braucht Alt Ruppin ein neues Feuerwehrdepot

Vorher kommen auf die Stadt und die Feuerwehr aber andere Herausforderungen zu. Die größte ist der Neubau einer Feuerwache in Alt Ruppin. Der soll im nächsten Jahr beginnen, noch ist es der Stadt aber nicht gelungen, den Kaufvertrag für das anvisierte Grundstück neben dem alten Alt Ruppiner Bahnhof unter Dach und Fach zu bringen. Die Verhandlungen mit den Eigentümern im Ausland gestalten sich schwieriger als erhofft.

Die neue Wache in Alt Ruppin hat höchste Priorität. Erst wenn sie fertig ist, kann die Verwaltung konkreter über die neue Hautwache nachdenken. Wie die entsteht, ist noch offen. „Wir haben mehrere Grundstücke, die infrage kommen“, sagt Golde. Eins ist die Fläche am Bahnhof West, auf der sich einst das Bundesinstitut für Risikobewertung ansiedeln wollte. Golde kann sich vorstellen, die neue Wache in mehreren Schritten zu bauen, quasi ein Modul nach dem anderen. Der Standort in der Schinkelstraße bleibt auf jeden Fall noch für Jahre in Betrieb.

Von Reyk Grunow

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