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Ostprignitz-Ruppin Geringe Schäden durch Böller und Co.
Lokales Ostprignitz-Ruppin Geringe Schäden durch Böller und Co.
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16:09 02.01.2018
Postkästen werden häufig Ziele von Böllerangriffen. Quelle: Christian Griebel
Wittstock

Mieter und Hausbesitzer hatten vorsorglich schon vor Silvester ihre Briefkästen geleert und über die Neujahrsnacht hinweg offenstehen lassen. „So eine Briefkastenanlage kann schnell mal 2000 Euro kosten“, sagt Hans-Jörg Löther von der Gebäude und Wohnungsverwaltung Wittstock (GWV). Im vergangenen Jahr sei ein Fall bekannt gewesen, dass Unbekannte einen Böller in einem Briefkasten haben hochgehen lassen. „Dieses Neujahr ist uns noch kein Schaden gemeldet worden“, berichtet Löther.

Wie die Polizeidirektion Nord in Neuruppin mitteilt, sind aktuell hingegen in Kyritz und Rheinsberg Briefkästen durch Böller beschädigt worden. In Rheinsberg war durch Feuerwerkskörper sogar ein Fahrzeug in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Sachschaden betrug rund 300 Euro.

Vorsorglich öffneten die Mieter wie hier in Wittstock schon ihre Briefkästen an Silvester. Quelle: Christian Bark

Auch Briefkästen der Deutschen Post sind immer öfter Ziel von Böllerangriffen. „Leider haben sowohl die Zahl der Vandalismusfälle als auch der Grad der jeweiligen Beschädigungen von Briefkästen in der Silvesterzeit in den vergangenen Jahren zugenommen“, sagt ein Postsprecher. Reparaturen seien aufgrund der intensiven Beschädigungen nur noch in sehr wenigen Fällen möglich. Oft müsse ein neuer Kasten aufgestellt werden. Der koste mehrere Hundert Euro. Um möglichen Beschädigungen vorzubeugen, setzt die Post an einigen Standorten zur Silvesterzeit so genannte Einwurfsperren ein. Damit werden dem Sprecher zufolge vor dem Jahreswechsel die Schlitze des Briefkastens verschlossen, um den Einwurf von Feuerwerkskörpern zu verhindern. In einigen Fällen würden die Briefkästen auch komplett abmontiert. Auf jeden Fall achte man darauf, die Kästen vor dem Jahreswechsel noch mal zu leeren.

Kleidercontainer wie hier in Neuruppin, brennen in der Region nur noch selten. Quelle: Lisa Rogge

Das tut auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mit seinen über 140 Kleidercontainern in Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. „Vandalismus, Brände und Graffiti kommen zum Glück eher selten vor“, sagt Ingo Leverenz vom DRK-Kreisverband Prignitz in Perleberg. Auch sein Kollege aus Neuruppin, Christian Nitz, weiß bisher über keine Silvesterschäden an Containern zu berichten. „Das war in der Vergangenheit mal ganz schlimm“, blickt er zurück. Mittlerweile, wo alle Container über den Jahreswechsel geleert würden, hätten die Feuerwerkskörper wenig Brennmaterial. Eine genaue Bilanz könne sein Verband aber erst in der kommenden Woche geben, dann werde in Ostprignitz-Ruppin wieder geleert.

Viel problematischer für das DRK in Prignitz und Ostprignitz-Ruppin ist hingegen die illegale Entsorgung von Müll in den Containern. „Wir finden immer wieder Tierkadaver, benutzte Hygieneartikel, benutze Babywindeln, Bauschutt, verdorbene Lebensmittel und zerbrochene Glasflaschen vor“, moniert Ingo Leverenz.

Von Christian Bark

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