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Geschichte zum Anfassen

Fehrbellin Geschichte zum Anfassen

Zum vierten mal öffnete das Fehrbelliner Museum am neuen Standort seine Türen für Besucher. Zu Kuchen, Zuckerwatte und viel Wissenswertem über die Geschichte gab es hin und wieder auch Pistolenschüsse vom Schützenverein.

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Viel Interessantes aus der preußischen Geschichte gibt es im Fehrbelliner Museum an der Rhinstraße zu sehen.

Quelle: Cornelia Felsch

Fehrbellin. Stadtgeschichte zum Anfassen gab es am Sonnabend im Fehrbelliner Heimatmuseum in der Rhinstraße. Der Tag der offenen Tür stand auch in diesem Jahr unter dem Eindruck der 800-Jahrfeier der Stadt, die 1216 erstmals als „Bellin“ erwähnt wurde. 1294 erhielt Fehrbellin Stadtrecht. Seitdem hat sich in der kleinen Stadt viel ereignet.

Die Brücke über den Rhin wurde erneuert, ein Modell der ursprünglichen Holzbrücke aus dem Jahr 1795 ist noch in den Museumsräumen zu bewundern, gemeinsam mit einem Modell einer Kutsche, die in damaligen Zeiten die Holzkonstruktion passierte. Frühere Generationen überquerten den Rhin mit einer Fähre“, erzählt Ortschronist Uwe Müller, der sich seit 1975 mit Fehrbellins Geschichte beschäftigt. Rund 500 Ausstellungsstücke – darunter Kanonenkugeln und eine preußische Messkette zum Vermessen der Straßen – befinden sich derzeit im Museum, das seit 2013 seinen Standort in der Rhinstraße hat.

Seit 2007 in neuen Räumen

Im Herbst 2007 wurde die ortsgeschichtliche Sammlung in der Dachetage des Gemeindesitzes untergebracht, doch der Platz wurde allmählich knapp und die Gemeinde entschied, neue Räume für das Museum zu schaffen. Betreut werden die Schätze vom Fehrbelliner Verein für Stadtgeschichte, der zurzeit 26 Mitglieder hat. Ihrer Forschungsarbeit ist es zu verdanken, dass die Besucher viel Wissenswertes über die Stadt erfahren können. „Durch das Studium der Fehrbelliner Zeitungen aus den Jahren 1925 bis 1941 haben wir zum Beispiel viel über die Geschichte der Vereine heraus gefunden“, sagt der Ortschronist, auf den nun wieder mehrere Kartons im Nebenzimmer warten. „Ein ehemaliger Fehrbelliner hat uns im vergangenen Jahr elf Bananenkisten mit Unterlagen zur Schlacht von Fehrbellin gebracht, die nun natürlich gesichtet werden müssen“, sagt Kurt Müller. „Das wird eine Menge Arbeit machen.“ Doch die Mühe lohnt sich.

Erste Chronik herausgegeben

Eine erste Chronik für die Jahre 1863 bis 2010 konnten die Fehrbelliner Geschichtsforscher, die sich alle vier Wochen treffen, bereits heraus geben. Die letzten Hefte der 250er Auflage sind bereits verkauft, Kurt Müller will sich um weitere Nachdrucke bemühen.

In diesem Jahr öffnete das Museum bereits zum vierten Mal seine Türen für Besucher. Unterstützt wurden sie an diesem Tag vom Fehrbelliner Schützenverein und dem Deutschen Roten Kreuz, das eine Hüpfburg für die jüngsten Besucher zur Verfügung stellte. Schreckhaft durften diese allerdings nicht sein, denn ab und zu bewies die Schützengilde, dass ihre Pistolen keine Deko- Waffen sind.

Von Cornelia Felsch

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