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Ostprignitz-Ruppin „Gespenster“ im Kornspeicher Neumühle
Lokales Ostprignitz-Ruppin „Gespenster“ im Kornspeicher Neumühle
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00:16 14.09.2016
Gespenstisch gut: Katharina Franck (l.) und Kerstin Sund. Quelle: Regine Buddeke
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Alt Ruppin

„Eigentlich könnt ihr gleich hierbleiben“, sagt Gastgeber Manfred Neumann am Freitagabend ans Publikum gewandt. Am nächsten Wochenende ist Trödelmarkt – wer den Kornspeicher Neumühle in Alt Ruppin kennt, weiß um das Sammelsurium an antiken und nostalgischen Stücken.

Eine Woche später lädt Neumann zum Sammeltassen-Café. Über 200 Sammeltassen warten darauf, von einem neuen Besitzer ausgewählt, ausgetrunken und mitgenommen zu werden. Für gerade mal 9 Euro – ein Stück Kuchen gibts obendrein.

„Ich habe mich in der letzten Zeit so vollgemölt“, erklärt der Kornspeicher-Chef die Aktionen.

Und ist somit auch schon beim Thema: „Gespenster“. Sammelleidenschaft ist eindeutig ein Gespenst – eines von vielen, über die im weiteren Verlauf des Abends gesungen werden soll. Bühne frei für die „Gespenster“ – so heißt die musikalische Liaison von Rainbirds-Sängerin Katharina Franck und der Hamburger Gitarristin und Songschreiberin Kerstin Sund.

Katharina Franck hat eine große Fangemeinde in Ruppin

„Wir sind Gespenster, ihr auch. Es gibt hunderte davon, die uns täglich begleiten“, ruft Katharina Franck, die schon mehrfach auf der Kornspeicher-Bühne stand und eine große Fangemeinde im Ruppinischen hat – der Saal ist folglich, wie so oft, ausverkauft. Die Zuhörer lauschen gebannt den Seelen-Gespenstern, die die beiden Musikerinnen Revue passieren lassen, begleitet von Leonhard Eisenach am Bass und Achim Färber (Drums).

Es geht um Augenblicke, um Träume, um Ängste und Marotten. Die Texte sind – so kennt man es von Katharina Franck – die pure Poesie. Aber eine, die sich nicht anbiedert, sich nicht sofort in die Karten schauen lässt. Ein wenig verschleiert, ein wenig versponnen, voll mit Bildern und Metaphern – fast ein wenig überirdisch.

Der Saal ist ausverkauft, das Publikum ist begeistert. Quelle: Regine Buddeke

Ganz und gar irdisch dagegen ist die Stimme der Sängerin, die zart und klar, aber auch kraftvoll und leidenschaftlich klingt. Mal tanzt sie auf Wolken, mal tobt sie durch die Abgründe der Seele. Sie taucht in jeden Song ein wie in tiefes Wasser, verausgabt sich, haucht, seufzt, klagt, beschwört, jubelt. Und oft sind es die teils spröden Melodien, die ihren Gesang so lebendig machen. Und jedem Anklang von Süße einen Stachel verpassen, dass es nicht kitschig wird.

Kerstin Sund, die zuletzt mit Lena Meyer-Landrut tourte und am Hamburger Thalia-Theater als Musikerin wirkt, hat die vorwiegend deutschsprachigen Songs gemeinsam mit Franck geschrieben. Auf der Bühne steht sie fast im Schatten der Rainbirds-Frontfrau – wie sie da schmal und mit scheuem Lächeln hinter ihrer Gitarre agiert. Aber genau da liegt ihre Mission: Ihre Bühnenpräsenz kann man mehr hören als sehen. Ihre Gitarre trägt die Songs, gibt Francks Stimme einen Rahmen, einen Kontrast, einen Rückhalt, wenn diese sich in Seufzern fast verliert.

Ein Duell der Gitarren

Und dann und wann geht es auch mit Kerstin Sund so richtig durch – dann gibt es ein elektrisierendes Duett-Duell der zwei Gitarren, das schweißtreibend ist – auch für das Publikum. Das übrigens von der ersten Minute begeistert ist. Oft wird so laut getrampelt und gejubelt, dass der Boden bedrohlich bebt.

„Hallo, Spam“, beschwört Katharina Franck das Gespenst der Liebe im Internet herauf – verlockende Botschaften, die den Traum nach Nähe befeuern. Ein „Märchen“ – auf portugiesisch. „Meilenstein“, „Tiefenschärfe“ – Song folgt auf Song. Und viel zu schnell ist der Abend vorbei. Zwei Zugaben können die Gäste den Musikern noch abringen. Katharina Franck weiß natürlich, was man von ihr erwartet und lässt sich nicht lange bitten: „Blueprint“, ihr Super-Song, hat auch nach all den Jahren nichts an Strahlkraft eingebüßt.

Von Regine Buddeke

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