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Gespräch über Generationenhaus in Kyritz

Stadt macht Bestandsaufnahme Gespräch über Generationenhaus in Kyritz

Das Kyritzer Mehrgenerationenhaus muss dringend modernisiert und saniert werden. Bevor die Stadt als Eigentümerin jedoch geschätzte 1,5 Millionen Euro dafür investieren will, soll geprüft werden, ob der Standort überhaupt allen Nutzern gerecht wird. Sie trafen sich mit Vertretern des Rathauses zu einer Beratung.

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Das Mehrgenerationenhaus muss modernisiert werden.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Vor 20 Jahren wurde zuletzt ins Kyritzer Mehrgenerationenhaus in der Perleberger Straße investiert. Um es auch künftig nutzen zu können, stehen laut Bürgermeisterin Nora Görke weitere Investitionen an. Gute 1,5 Millionen Euro sind es nach Schätzungen. Bevor das Geld ausgegeben wird, „müssen wir uns die Frage stellen: Wie weiter mit dem Mehrgenerationenhaus?“, so die Bürgermeisterin. Sie hatte sich deshalb mit den im Haus arbeitenden Vereinen und Organisationen getroffen, um darüber zu reden. Mit dabei waren auch Bauamtsleiterin Angela Schulz, die Amtsleiterin für Bürgerservice, Bildung und Soziales Veronika Lausch, sowie Rathausmitarbeiter Christian Boldt, der für das Haus zuständig ist.

Einigkeit habe bei allen Anwesenden über die Bedeutung der Angebote des Hauses für die Einwohner von Kyritz und der Kleeblattregion bestanden. Jedoch sollten sich die Nutzer für einen langfristigen Erhalt auch die Frage stellen, ob der Standort überhaupt der richtige für das eigene Angebot ist, so Nora Görke. Sie regte eine Art Bestandsaufnahme in den Vereinen und Organisationen an. Dabei sollte auch die Frage im Mittelpunkt stehen: Wo muss ich sitzen, um meine Zielgruppe am besten zu erreichen?

Die Nutzer wünschen sich ein Café

Die Nutzer machten klar, was für sie künftig wichtig ist. Ebenso wurden Wünsche an ein für sie optimales Mehrgenerationenhaus geäußert. So sollte es gut erreichbar sein, einen attraktiven Eingang und ausreichend barrierefreie Räume sowie großzügige Freiflächen mit Spielplatz, Skaterbahn, Grün- und Ruhezonen haben. Ein weiterer Wunsch war ein Café. Die Beteiligten wiesen darauf hin, dass die Nutzung der Räume für sie bezahlbar sein müsste. Vorgeschlagen wurde außerdem, die Besucher des Hauses in die Planungen mit einzubeziehen.

Einig war man sich darüber, dass das Haus nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Es hat zwar einen behindertengerechten Zugang und einen Fahrstuhl und es gibt unterschiedlich große, teilweise barrierefrei erreichbare Räume. Jedoch sind nach 20 Jahren intensiver Nutzung Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten notwendig, um unter anderem dem Brandschutz und der Hygiene gerecht zu werden. Außerdem müssten auch die Außenanlagen attraktiver gestaltet werden.

Im Jahr 2016 soll eine Entscheidung fallen

„In den nächsten Wochen wollen sich die Vereine und Organisationen zusammensetzen und ihre Anforderungen und Wünsche zu Papier bringen“, so die Bürgermeisterin. Das von den Stadtverordneten beauftragte Planungsbüro soll sie bei den auszuarbeitenden Vorschlägen für die Standortkriterien und die Standortbestimmung einfließen lassen. Bei der Bewertung der Vorschläge und der Auswahl sollen die Vereine ebenfalls mitreden können.

Nora Görke sagt: „Unser Ziel ist es, im ersten Halbjahr 2016 die Untersuchungen abzuschließen.“ Dann werde gemeinsam und mit den Fachausschüssen und der Stadtverordnetenversammlung entschieden, ob das Mehrgenerationenaus in seiner jetzigen Form saniert und ausgebaut wird.

Das Haus habe sich als „Ort der Begegnung für alle Altersgruppen“ etabliert, so die Bürgermeisterin. Veranstaltungen für Schüler, Jugendliche, Erwachsene und Senioren finden dort statt. Das Mehrgenerationenhaus wird gefördert vom Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser II des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Von Sandra Bels

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